Alma Holgersen

Autorin

(* 1896 in Wien | † 1976 in Innsbruck)

Alma Holgersen, geb. Ptaczek, war eine österreichische Autorin, die mit ihrem Debütroman „Der Aufstand der Kinder“ (1935) für Furore sorgte und später vor allem mit ihren Kinderbüchern erfolgreich war. Sie wuchs in Tirol und Wien auf, war Pianistin und verkehrte schon als junges Mädchen in literarischen Kreisen in Wien, vor allem über ihre Beziehung zum deutlich älteren Autor Peter Altenberg sind verschiedene Schrifstücke überliefert. Holgersen war in zweiter Ehe mit dem jüdisch-sozialistischen Verleger Otto Holgersen (Kohn) verheiratet. 1934 floh dieser mit der gemeinsamen Tochter Anjuta, die noch keine zwei Jahre alt war, nach Brasilien. Während der Zeit des Nationalsozialismus schrieb Holgersen weitgehend unpolitische Werke, nach 1945 versuchte sie die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Kriegsjahre literarisch aufzuarbeiten. Ihr Stil wandelte sich in den 50er-Jahren zunehmend von dem nüchternen, harten und realistischen Tonfall der ersten Texte zu einem lyrischen, innerlichen, christlich-mythologischen Tonfall, der sie von modernen literarischen Strömungen mehr und mehr abkoppelte. Kommerzielle Erfolge feierte sie mit christlichen Kinder- und Jugendbüchern.

Clemens Ottawa portraitierte Holgersen in seinem Buch „Österreichs vergessene Literaten“. In der Kinder- und Jugendbuchforscherin gilt ihr Werk „Der Aufstand der Kinder“ als eines der frühesten, herausragenden Beispiele für ein Werk, in dem Kinder als komplexe Protagonist*innen gezeichnet sind. „Um dieses einen, großartigen Buches willen sollte Alma Holgersen nicht vergessen sein.“ (Gudrun Wilcke)

Theatertexte