„Du brauchst verrückte Wiener?“
Stefan Vögel hat den Komödienklassiker mit den Liedern von Peter Hofbauer und der Musik von Peter Uwira auf neue Schienen gestellt. Da bleibt kein Auge trocken. Lauter Irre, die eigentlich „normal“ sind, und die „Normalen“ werden irre. In der Pension Schöller feiern die illustren Stammgäste Jubiläum: Die Dichterin auf der Suche nach einem blutrünstigen Romanstoff, ein Ornithologe, der nicht richtig „piept“, ein durchgeknallter Major, eine angehende Schlagersängerin, die kein „l“ sprechen kann und Herr Schöller, der Zwiesprache mit seiner verstorbenen Frau in Richtung Himmel führt. Und dazwischen der gute Onkel Ladislaus, der die harmlosen Pensionsgäste für Irre hält. Und die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ein irrer Spaß!
ausführliche Beschreibung
Die Pension Schöller hat ihr siebzig-jähriges Jubiläum! Wenn das kein Grund zum Feiern ist für Franz Schöller und seine Gäste. Schade nur, dass seine Frau Elfriede das Fest nur „von oben“ genießen kann, denn sie weilt schon lange nicht mehr unter den Irdischen. Was aber ihren Franz nicht daran hindert, rege Diskussionen mit ihr zu führen. Vor allem über die beiden hübschen Töchter: Therese hat es sich in den Kopf gesetzt, Schlagersängerin zu werden und trällert dem Papa den ganzen Tag die Ohren voll. Dabei laboriert sie an einem kleinen logopädischen Problem: Der „bnöde“ Buchstabe „l“ kommt aus ihrem süßen Mund partout als „n“, und das sind wohl nicht die besten Voraussetzungen für die große Karriere. Und Maria - immer rennt sie in Hosen herum, wie soll sie denn da einen Mann finden? Dabei hat sie den längst gefunden, auf der Uni, aber sie ist ihm wieder entwischt. Doch siehe da - just am großen Tag steht er plötzlich im Lokal. Und erkennt seine Maria, die sich für die Feier als Mann verkleidet hat, als „Kellner“ natürlich nicht. Alfred, so heißt der Jüngling, soll seinem schwerreichen Onkel Philipp Klapproth helfen, dessen Geld auszugeben. Philipp will nämlich auf dem Land eine Nervenheilanstalt errichten und ist auf Lokalaugenschein in der Stadt. Und sein Neffe soll sich nützlich machen und für ihn ein Irrenhaus zur genaueren Recherche ausfindig machen.

Als Alfred die Gäste der Pension genauer ins Visier nimmt, hat er eine geniale, jedoch folgenschwere Idee. Da ist die Dichterin Ida, immer auf der Suche nach blutigen Stoffen für neue Romane, da sind der pensionierte Major Rupp und der Vogelspezialist Prof. Bernhardi, die sich wortreiche Duelle über ihre Professionen liefern, da ist der schmachtende Heimweh-Eddie, der die große Sängerkarriere wohl verpasst hat, daneben die Tochter des Hauses, die eisern gegen ihren Sprachfehler ankämpft und die abstrusesten Wortgebilde von sich gibt und schließlich der Chef Franz Schöller selbst, der im ständigen Dialog in Richtung Himmel auch nicht ganz „dicht“ zu sein scheint. Was will man mehr? Das perfekte Irrenhaus. Als Onkel Philipp zur Soireé erscheint und die Pensionsgäste natürlich für Nervenkranke hält, erlebt er den nackten Wahnsinn. Hilfe! Wie findet man da wieder raus aus der Klapsmühle - und wer ist hier normal und wer irre?

Lauter Irre, die eigentlich „normal“ sind. Und die „Normalen“ werden irre. Stefan Vögel hat den Komödienklassiker mit den stimmigen Liedern von Peter Hofbauer und der Musik von Peter Uwira auf neue Schienen gestellt. Da fährt der Wahnsinn ab, und kein Auge bleibt trocken. Man kann sie nicht oft genug sehen: die Dichterin mit ihrer blutrünstigen Phantasie, den durchgeknallten Major, für den die Welt ein Schlachtfeld ist, den Ornithologen, der nicht ganz richtig „piept“, und das berühmte „l“, das durch ein „n“ ersetzt wird und in Vögens Version – hopanna - von einer bezaubernden Möchtegern Schnagersängerin über die Lippen kommt, und, und, und ... die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz. Ein irrer Spaß auch als Musical!