Valse Triste

Constanze Dennig

Ein humorvoll-witziger, abgründiger Ehekrimi über Liebe und Eifersucht, über Moral und Kirche, über Kinder und Küche und über ein tödliches Pilzgericht.
"Meinst du, dass du mich erstochen hast, ist der Beweis dafür, dass ich dich betrogen habe?"
Ihre Ehe ist bankrott, derart bankrott und hasserfüllt, dass Richard seine Frau Marie mit dem Messer ersticht. So beginnen makabre Szenen einer Ehe, Tranchen wechselseitiger Demütigung, die sie gemeinsam Revue passieren lassen. Ein großkotziger Machomann und eine anklagend duldende Ehefrau geben das klassische Rollenbild.
ausführliche Beschreibung
Das Stück beginnt mit einer scheinbar harmonischen Szene im ehelichen Alltag von Richard und Marie. Die Beziehung funktioniert über die „klassische Rollenaufteilung“, er verdient das Geld, sie versucht, seinen Wünschen gerecht zu werden. Dann springt die Handlung auf „10 Jahre später“: Richard hat Marie, die ihn verlassen wollte, ein Messer in die Brust gerammt. Somit hat der ehemalige Priester, der einst aus Liebe gegen seine Be- rufung entschieden hatte, das Versprechen „bis dass der Tod uns scheidet“ auf makabre Weise eingelöst. Er halluziniert, umgeben von seinen ungeborenen Wunschkindern, die ihm als kleine Teufel erscheinen. Marie- Heilige, Mutter und Hure in einer Person- er- scheint als Racheengel und geht mit ihrem Gatten und Mörder erbarmungslos ins Gericht. Gemeinsam lassen sie ihre Ehejahre Revue passieren, bis die „tote“ Marie einen mörderi- schen Plan fasst …

"Ehepaare schaffen es über Jahre hinweg, in der gegenseitigen Wahrnehmung ge- wisse Dinge am Partner nicht zu sehen. Jeder konstruiert sich seinen Partner im Kopf und ist dann enttäuscht, wenn er erkennt, dass dieser seinem Konstrukt nicht entspricht." (Constanze Dennig)
1D 1H
5-7 Kinder als Teufelchen
Krimi, Schauspiel
UA: 2003, Kunsthaus Graz