Till

(Тиль)

Gorin Grigorij

Im Flandern des 16. Jahrhunderts stöhnt das Volk unter der Folter und der Herrschaft der Spanier, die die Interessen der heiligen römischen Kirche vertreten.

Grigor Grigorins Legenden Till ist kein purer Narr, trotz all seiner Späße, er ist Freiheitskämpfer und Partisan im Befreiungskrieg der Niederlande gegen Spanien.
ausführliche Beschreibung
Till wird nach etlichen Jungenstreichen von den flandrischen Befehlshabern zu einer Pilgerreise nach Rom verurteilt. Im Laufe der Handlung wandelt sich Till zum wütenden Hasser Philipps II., der ihn zu guter Letzt aber doch vor der Hinrichtung bewahrt, da er angesichts der der flandrischen Aufstände keinen Nationalhelden gebrauchen kann. Der König lässt Till als Narren laufen.

Nach Hause zurückgekehrt muss Till zusehen, wie sein Vater auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Mit seinem Freund Lamme, zieht Till weiter und schlägt sich auf die Seite der Geusen, ständig verfolgt von dem Fischhändler aus seinem Dorf, der nicht nur seinen Vater an die Inquisitoren verraten hatte, sondern jetzt auch Till nach dem Leben trachtet. Wenn am Schluss des Stückes Schüsse fallen, gelten sie zwar Till, doch kann dieser abermals mit List und Tücke dem Anschlag entgehen.

Die Vielzahl der Ereignisse und Episoden geht in karikierender, turbulent komödiantischer Szenenfolge über die Bühne.
6D 10H
Schauspiel
UA: 04.12.1977, Schauspielhaus Bochum
Übersetzung aus dem Russischen:
Harald Gerlach