Die große Häfenelegie

Herwig Seeböck

1964 wurde der damalige Burgschauspieler Herwig Seeböck wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Man hatte ihn irrtümlich für einen Einbrecher gehalten, die Situation eskalierte. Der prominente Schauspieler musste ins Gefängnis und machte das Bestmögliche daraus: ein Kabarettstück. Mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe und witziger Charakteristik zeichnet Seeböck Wärter und Mithäftlinge. Seine Versuche, einem Häfenbruder, der einen Brief an seine Frau schreiben will, Gutes zu tun, indem er dessen Worten einen eleganteren Stil verpasst, gehören zu den Höhepunkten in der Kleinkunstgeschichte.
1H
Schauspiel
UA: 1965, Neues Theater am Kärtnertor