Weils Kind schlafen will

Eine hospitalisierende Oper

Franzobel / Christoph Coburger

Das Todestrio Oberarzt Undesser, Versicherungskaufmann Ali Janz und Krankenschwester Herma geben Sterbehilfe nicht nur privaten Bezugspersonen, sondern letzten Endes sich selbst. Die Euthanasieroutine gerät ins Stocken, als der alkoholsüchtige Bukowski und Undessers Tochter auftauchen. Bukowski wird ermordet, Schwester Herma beginnt an der eigenen Definition ihrer Taten zu zweifeln. Am Ende des makaber burlesken Metzelns wird räsoniert: „…denn mehr sind wir nicht, wir Menschen. Schwarzer Rand in Hinterhöfen, Fingernägel, vereitelte Pläne, abgebissen, hoffnungslos.“
Oper
UA: 04.05.2002, Landestheater Linz

Credits

Musik: Christoph Coburger
Text: Franzobel