Feuerseele

Sie kämpfte für den Frieden

Susanne Felicitas Wolf

Susanne Wolf fokussiert in ihrem Theatersolo zwischen Originalzitaten und freien Passagen die politischen , psychologischen und emotionalen Facetten aus Suttners Leben. Einen Schwerpunkt legt sie auf Bertha von Suttners lebenslängliches Engagement für den Pazifismus und die Bekämpfung des Antisemitismus in der k & k Monarchie. Suttner entlarvt die Ambitionen der Kriegstreiber und kritisiert auch den Kaiser, in den sie früher „vernarrt“ war als „Übermilitaristen“. Ihr Kampf für den Frieden endet im Ersten Weltkrieg. Die Idee zur Internationalen Friedensbewegung hat überlebt.
ausführliche Beschreibung
Heute kennt man sie als Friedensnobelpreisträgerin, doch der Weg zum Ruhm war für
Bertha Sophia Felicita Gräfin Kinsky von Chinic und Tettau, eheliche Tochter posthuma des hochgeborenen Grafen Kinsky ein steiniger. Susanne Wolf erzählt das Leben der Bertha von Suttner und zeichnet eine präzise Charakterstudie zwischen hohem Intellekt und tiefer Emotionalität: Ihre Kindheit und Jugend, in der sie trotz aristokratischer Herkunft väterlicherseits durch die nicht standesgemäße Beziehung ihrer Eltern mit gesellschaftlicher Ausgrenzung seitens der Wiener upper class konfrontiert wurde. Ihre gesanglichen Ambitionen, die sie im Alter von dreißig Jahren begrub. Die entschiedene Ablehnung lukrativer Heiratsangebote zugunsten eines selbstbestimmten Frauenlebens. Ihre Arbeit als Erzieherin im Hause des Baron von Suttner, die heimliche Liebe zu dem um sieben Jahre jüngeren Sohn ihres Arbeitgebers Arthur von Suttner. Ein Intermezzo in Paris als Sekretärin bei Alfred Nobel. Die Rückkehr nach Wien der Liebe zu Arthur wegen, die heimliche Heirat, der familiäre Bruch und Weggang aus Österreich.

Ein von Entbehrungen bestimmtes Exil im Kaukasus, ihr schriftstellerischer Werdegang zwischen Anerkennung und Ablehnung, Rückkehr nach Österreich, der frühe Tod ihres Gatten und die vorangegangenen seelischen Verletzungen durch die Schwärmereien für seine Nichte. Literarischer Durchbruch mit „Die Waffen nieder!“, Friedensnobelpreisträgerin 1905, Krankheit und Tod im Jahre 1914.
1D
Monolog
UA: 13.03.2014, Budgetsaal des östereichischen Parlaments, Wien