Konvertibilität

Karl Farkas

Währung mit doppeltem Boden
„Was man allein an den Zinsen verliert, wenn man kein Kapital hat!"
Vor einer Bank treffen sich zwei Mittelständler, Berger und Haberditzl. Während Berger versucht, die Idee der „Konvertibilität des Schillings“ zu erklären, verdreht Haberditzl jedes Fachwort ins Absurde: aus Golddeckung wird Fliegeralarm, aus Wirtschaftspolitik ein Witz über Autositzplätze.

Die beiden diskutieren über de Gaulles Währungsreform, Goldreserven, Amerikaner, Russen und Autos – bis die Geduld reißt. Am Ende bittet Haberditzl dreist um 200 „konvertible Schilling“ und hinterlegt ein Armband als Pfand. Als Berger erkennt, dass es aus Messing ist, kontert Haberditzl trocken: „Ja – ich bin auch vom Goldstandard abgegangen.“