Ein Tagebuchslam
„Wahres Glück findest du nur, wenn du Mut zur Katastrophe hast.“
Lola und Simone könnten nicht unterschiedlicher sein. Nicht nur ihre Familienverhältnisse, Lebenseinstellungen und Interessen stehen im Kontrast zueinander, sondern auch ihr Schreibstil. Dennoch verbindet die beiden Einzelgängerinnen etwas, das eine innige Freundschaft entstehen lässt.
Lowkey – etwas Peinliches zugeben oder geheimhalten. Im Geheimhalten sind Lola und Simone Meisterinnen. Sie haben Geheimnisse vor ihren Eltern, voreinander und auch vor sich selbst. Wie für die meisten Teenager, stehen sie täglich vor Auseinandersetzungen mit Eltern, der Schule, ihrer körperlichen Entwicklung, Liebe, Frankophilie, Zukunft, …
In ihrem Identitätsfindungsprozess schenken Lola und Simone einzig ihren Tagebüchern absolutes Vertrauen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Realität nicht die der Tagebücher widerspiegelt und Verwirrungen und Missverständnisse entstehen.
ausführliche Beschreibung
Simone hat die Schule gewechselt. In der neuen Klasse freundet sie sich mit Lola an. Die frankophile Einzelgängerin träumt vom vie francaise. Nach dem Sommer in Reims hat Lola argen Liebeskummer. Sehnsüchtig wartet sie auf eine Botschaft von ihrem Schwarm Arthur. Doch es herrscht Funkstille, und sie sucht Trost bei anderen Jungs.
Simone lebt mit ihrer Mutter Barbara. Die alleinerziehende Krankenschwester ist komplett überfordert, sie verbietet Simone den Kontakt mit dem Vater. Lola hat keine Mutter, dafür aber zwei Väter. Sie ist das Adoptivkind des homosexuellen Paares Paul und Henri. Paul ist Arzt, Henri ist Maler. Die beiden Väter sind gut situiert und wohnen in einem schicken Haus. Simone, von Lola „Beauvoir“ genannt, geniert sich für ihre bescheidenen Verhältnisse und rettet sich mit Notlügen vor Lolas Besuchen.
Beim gemeinsamen Mathelernen bei Lola vertiefen die Mädchen ihre Freundschaft. Simone strebt gute Noten an. Und einen Beruf, der ihr viel Geld und gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Lola nimmt die Schule nicht so ernst und kapselt sich ab. Ihre Väter sind besorgt und schicken sie zu einer Therapeutin. Doch Lola verweigert den Dialog.
Als Paul in der Krankenschwester auf seiner Station die Mutter von Lolas Freundin erkennt, schließt sich der Kreis. Barbara missfällt der Umgang Simones mit der Tochter des schwulen Paares. Als sie in Simones Tagebuch von einem Kuss der beiden Mädchen bei einer Party erfährt, verbietet sie private Zusammenkünfte. Simone ist stinksauer. Und dann steht für Lola durch Henris Jobwechsel ein Umzug nach Paris bevor. Hat die Freundschaft der beiden Mädchen noch Zukunft?
Low Key – im Jugendjargon: etwas Peinliches, das man geheim hält, oder verdeckt preisgibt, dem Tagebuch etwa, dem man alles anvertraut. Emily und Caroline Richards' Diary Slam auf der Bühne. Ein authentisches Coming of Age–Stück über zwei Teenager-Mädchen in gespielten Tagebuchepisoden. Erste Küsse, erste Liebe, erste Enttäuschungen. Geheimnisaustausch in konträrer Sprache. Der einen fehlt der Vater, der anderen die Mutter. Sie träumen von Unabhängigkeit. Doch der Weg in eine selbstbestimmte Zukunft ist noch ein weiter.
„Der Prozess jugendlicher Annäherung ist in Lowkey fein beobachtet …“
Tiroler Tageszeitung
„Tagebücher sind nach wie vor schwer en vogue. Caroline Richards und ihre Tochter Emily haben dieses Revival nun zu einem berührenden Coming of Age-Stück inspiriert …"
Stadtblatt Innsbruck