Stück ohne Juden

Julya Rabinowich

Ein Autor wird von Regisseur, Produzentin und Dramaturg mit der Aufgabe betraut, ein Stück über „das jüdische Theater“ zu entwickeln – doch seine ernsthafte Recherche und die Auseinandersetzung mit historischen Fakten stoßen auf Widerstand. Stattdessen werden Marktgängigkeit, Erotik und „leichte Unterhaltung“ gefordert.

Zwischen grotesken Verhandlungen, absurder Zensur und verbogenen Wahrheiten entsteht eine bitterböse Satire auf den Umgang mit Geschichte, Erinnerung und künstlerischer Freiheit.

Die Komödie enthüllt, wie schnell unbequeme Realität weichgespült wird, wenn sie nicht ins gewünschte Bild passt – und wie schmerzhaft das Schweigen sein kann, das am Ende übrig bleibt.
4 Darst.
Schauspiel
UA: 2010, im Rahmen von “Go West?”, Volkstheater Wien