Freunde machen Fehler

Heinz Oliver Karbus

Zwei befreundete Schauspieler, die durch die Höhen und Tiefen des Berufes und des damit verbundenen schwierigen Privatlebens gehen.
Heinz Oliver Karbus wirft einen Blick backstage. Seine Protagonisten sind Künstler, die zwischen dem privaten und dem Leben auf der Bühne gewaltig hin- und herstraucheln. Ein Leben mit vielen Abgründen hinter dem Scheinwerferlicht. Existenzen, die im Alltag weniger leicht zurechtkommen als in den Rollen, die sie verkörpern. Die Sehnsucht nach einem festen Halt scheint sie zu vereinen.
ausführliche Beschreibung
So fängt's an: Heinz und Jonas sind Schauspielkollegen. Derzeit „warten sie auf Godot“. Jonas ist mit Miriam liiert, doch da kriselt es, das Ende ist absehbar. Heinz lernt bei einer Premierenfeier die Journalistin Viktoria kennen. Sie werden ein Paar und heiraten.

Zwei Jahre danach: Jonas kommt zu Heinz und eröffnet ihm, dass Heinz' Ehefrau Viktoria und er eine Beziehung haben und sie ihn auf der Stelle verlassen wird. Außerdem erwartet sie ein Kind von ihm. Miriam ist bei ihm inzwischen auch Vergangenheit. Heinz und er geraten sich, als Viktoria wirklich mit Jonas geht, in die Haare.

Wieder zwei Jahre später: Heinz hat Premiere als „Romeo“. Miriam kommt in seine Garderobe. Auch Jonas und Viktoria stehen plötzlich da. Sie haben inzwischen geheiratet und eine Tochter, leiten ein kleines Theater in Augsburg und fahren Taxi, um finanziell zu überleben. Sie kommen sich wieder näher. Heinz schwärmt von seiner Schauspielkollegin Barbara, die natürlich die „Julia“ spielt. Heinz hatte heimlich in Augsburg eine Vorstellung angesehen. Er ist entsetzt über das Laientheaterniveau und redet Jonas ins Gewissen. Parallel dazu weint sich Viktoria bei Miriam aus, dass Jonas mit irgendeiner Schauspieltussi in London auf Recherche war und dass sie überhaupt kein Geld haben.

Einige Wochen danach: Heinz ist mit seiner die Julia mimenden Barbara zusammen, sie wollen heiraten. Heinz telefoniert mit Jonas, der einen Job braucht. Viktoria ist mit dem Kind ausgezogen. Heinz sagt ihm, dass er es geschafft hat, er wird Intendant in Bamberg.

Kurze Zeit später treffen sie sich am Bahnhof. Jonas bittet Heinz um einen Job in seinem Theater, doch der zögert und kann ihm im Moment nicht helfen. Jonas reist enttäuscht ab. Heinz ruft Viktoria an und bekniet sie, Jonas nicht hängen zu lassen.

Zwei Jahre später: Heinz, der Intendant, in seinem Büro. Der typische Impresario, von allen belagert. Jonas kommt betrunken zu ihm und fleht ihn um eine Inszenierung an. Er will mit ihm „Richard, der Dritte“ machen. Heinz lehnt ab, er will selbst nicht spielen und weicht aus. Jonas ist am Ende. Viktoria hat ihn nun ganz verlassen, sie sind geschieden. Heinz ermahnt ihn, mit dem Saufen aufzuhören. Jonas bittet ihn um einen Job, egal was. Als Heinz ihm den Hausmeisterposten anbietet, beschimpft Jonas ihn und verlässt das Büro.

Zwei Jahre später: Heinz und Barbara machen Kurzurlaub auf Fuerteventura. Sie sehen im Clubhotel eine Laienaufführung von „West Side Story“ und sind ehrlich begeistert. Der Regisseur ist Jonas. Sie haben ein schonungsloses Gespräch. Heinz bietet ihm ein Projekt an, aber jetzt verzichtet Jonas. Er hat seine neue Sicherheit in der Freiheit gefunden.