„Wenn ich net so faul wär, tät ich jetzt spazierengehen.“
Zwei junge Paare, Charlie und Birgit, Joe und Monika, lassen sich durch einen lust- und ereignislosen Nachmittag treiben. Mit Sex und Drogen, Musik, Porno- und Horrorfilmen unternehmen sie halbherzige Fluchtversuche vor der eigenen Ideen- und Antriebslosigkeit, doch sie verlaufen sich ebenso ins Leere wie ihre belanglosen Gespräche. Dazwischen blitzt immer wieder Wut und Gewalt auf, kleine Streitereien, Polsterschlachten – und dann liegt plötzlich Joe tot am Boden, und niemand weiß so recht, wie es dazu gekommen und was nun zu tun ist.
Mit der Uraufführung von „Magic Afternoon“ gelang dem Grazer Dramatiker Wolfgang Bauer 1968 der internationale Durchbruch, in deren Folge er zu einem der meistgespielten Dramatiker im deutschsprachigen Raum wurde.
„Bauer wäre der Denker der Stunde, wie geschaffen zur Ausnüchterung von Aluhutträgern und anderen Verschwörungserzählern. Menschen manipulieren einander. Sie haben nur keinen Schimmer, warum.“
Ronald Pohl, Der Standard, 18. März 2021