Ein turbulentes altrömisches Spektakel in der Nacht vor dem Vesuv-Ausbruch
„Du glaubst, bloß weil du glaubst, du bist ein Gott, bist du ein Gott!?“
Theophil ist bei seinem Onkel Arhtrides in Pompeji, um seine Lateinkenntnisse aufzubessern. In der Nacht, als der Vesuv ausbricht, wird dem armen Theo ein Finger angebissen. Die Ereignisse rund um diesen kleinen Unfall sind mehr als turbulent. Da geht's rund: Frustrierte Politikergattinnen, die schönste Hetäre von Pompeji und ein Kollege von Gottvater persönlich, der sich in unsichtbarer Gestalt ins Geschehen mischt. Sex and crime! Gute Nacht Pompeji, oder wie der Lateiner sagt: Buona notte, Pompeji!
ausführliche Beschreibung
Wir schreiben das Jahr 79 nach Christi Geburt. Pompeji in der Nacht vom 23. auf den 24. August. Die meisten Bewohner sind auf Sommerfrische, andere haben fluchtartig die Stadt verlassen, weil der Vesuv gefährlich rumort. Arthrides Graecus, der begehrteste
Friseur, bei dem sich die pipifeine upper-class verschönern lässt, freut sich in Abwesenheit seiner Gattin auf ein intimes Souper mit der schönen Hetäre Lucrezia. Da platzt sein Neffe Theophil herein, mit der blutverschmierten Priesterin Danae im Arm. Theo, einem
halben Germanen, der beim Onkel in Pompeji sein Latein aufbessern und die römische Lebensart studieren soll, scheint an der Schönen viel zu liegen. Arthrides, der zugereiste „Grieche“, sieht sofort: Das edle weibliche Geschöpf spielt Theater, und das Blut ist nicht
echt, sondern die Farbe der Purpurschnecke.
Und schon steht die nächste Dame vor der Tür: Sybilla, die Frau des Stadthalters, die an ihrer Schönheit zweifelt. Theo soll der frustrierten Politikergattin ein Schlafmittel verpassen und sie ins Dampfbad bugsieren. Bahn frei für Lucrezia! Nein, der gebeutelte Figaro wird wieder gestört: Adonai Spielmann mischt sich in geisterhafter Gestalt ins Spiel: Ein Kollege Gottes, dessen gekreuzigter Sohn durch einen posthumen Fanclub die Gegend unsicher macht. Arthrides will Adonai loswerden, damit er mit seiner Lucrezia allein ist. Die hat aber ganz andere Absichten: Sie will sich in weiser Voraussicht, dass auch ihr Terminkalender nicht ewig voll sein wird, absichern und eine Klatschzeitung gründen. Und Arthrides soll ihr in seinem Friseurladen, dem Umschlagplatz aller Verleumdungen, die nötigen Informationen liefern.
Als es endlich zum erotischen Teil des Abends kommen soll, platzt schon wieder eine Blutüberströmte herein: Sybilla, die sich doch im Dampfbad schönschlafen sollte. Treibt vielleicht doch ein Triebtäter in Pompeji sein Unwesen? Ein Scheusal hätte sie von hinten angefallen. Sie spuckt einen Finger aus, den der geschockte Arthrides der Hand seines Neffen zuordnet. Im Nebel des Sudatoriums habe sie sich gewehrt und versehentlich Theo erwischt. Hat sich der pubertäre Knabe im Sinnesrausch auf die allzu Willige gestürzt? Oder hat sie zugebissen, weil er es nicht getan hat? Ein verräterisches Amulett mit dem Zeichen des Fisches, dem Logo dieser berüchtigten Jesussekte, hat der Täter verloren. Lucrezia jubelt über ihre erste Top-Story: germanischer Austauschstudent als Groupie von Jesus! Arthrides verteidigt den unschuldigen Knaben. Doch ist der kleine Theo mit seiner Danae wirklich so unschuldig? Wandelt er gar mit der Priesterin auf christlichen Abwegen? Adonai macht dem bunten Treiben ein Ende und gibt dem brodelnden Vulkan ein Zeichen. Der Rest...ist Geschichte.