Die Vitaminlüge

Ein Schauspiel in fünfzehn Bildern

Daniel Wisser

Katastrophe wird zum Alltag und der Alltag zur Katastrophe
„Jeder Tag ist eine Katastrophe. Und ich bin daran schuld.“
Carla sehnt sich nach der großen Katastrophe, um frei zu werden, frei von Verpflichtungen, Beziehungen und einem immergleichen Alltag, der ihrem Leben einen letzten Rest von Struktur verleiht. Wir folgen Carla durch diesen Alltag, den sie ihrer Therapeutin, Frau Klarfeldt, am Telefon eindringlich schildert und sich im Laufe der Telefongespräche in alptraumhafte Räume und Begegnungen verwandelt. Immer tiefer dringen wir dabei in Carlas eigentliches Drama vor, das sich zwischen ihr und ihrer Mutter, die sie im Altersheim besucht, vor vielen Jahren ereignet hat. Mutter wie Tochter fühlen sich beide schuldig am Tod des Mannes, des Vaters. Doch darüber wurde und wird nicht gesprochen. Die unselige Verbindung, die die kleine Familie aneinanderhält, ist Quelle für Carlas Katastrophensehnsucht und nervösen, phobisch-neurotischen Zustand.
ausführliche Beschreibung
„Unter dem Eindruck der Radikalisierung der Wohlstandgesellschaften, die sich immer stärker von Rationalität, Fortschritt und konstruktiver Gesellschaftsgestaltung abwenden und dem Gegenteil (Irrationalität, atavistischem Handeln und Destruktivität) zuwenden, habe ich das Stück Die Vitaminlüge geschrieben. Carla, die Protagonistin, erlebt ihren normalen Tagesablauf, als eine Abfolge von Katastrophen. Sie durchlebt ihn in diesem Stück zwei Mal (sogen. Doppelte Cursus) und erkennt dabei ihr Selbstverleugnung und unbewältigte Verluste. Das Stück verweigert sich aber einer herkömmlichen Interpretation und will vielmehr eine empathische Anverwandlung erreichen, in der jede und jeder im Publikum sich in bestimmten Situationen wiedererkennt. Unter dem Eindruck der Radikalisierung der Wohlstandgesellschaften, die sich immer stärker von Rationalität, Fortschritt und konstruktiver Gesellschaftsgestaltung abwenden und dem Gegenteil (Irrationalität, atavistischem Handeln und Destruktivität) zuwenden, habe ich das Stück Die Vitaminlüge geschrieben. Carla, die Protagonistin, erlebt ihren normalen Tagesablauf, als eine Abfolge von Katastrophen. Sie durchlebt ihn in diesem Stück zwei Mal (sogen. Doppelte Cursus) und erkennt dabei ihr Selbstverleugnung und unbewältigte Verluste. Das Stück verweigert sich aber einer herkömmlichen Interpretation und will vielmehr eine empathische Anverwandlung erreichen, in der jede und jeder im Publikum sich in bestimmten Situationen wiedererkennt." (Daniel Wisser)
6D 4H
Doppelbesetzungen möglich
Komödie
Frei zur: UA