Tomaten mögen keinen Regen

Sarah Michaela Orlovský

In einem Waisenheim aufwachsen – wie ist das so?
„Manchmal trage ich zu viele Geschichten mit mir herum, die nicht mir gehören.“
Hovanes, Eilis, Gaya, Tiko und Sirup – fünf Jugendliche, die keine Eltern haben und doch irgendwie eine Familie sind. Die alle ein bisschen „anders“ sind. Und dabei doch auch ganz „normal“.
„Ein Waisenheim ist halt ein Waisenheim. Und wenn man sein ganzes Leben in einem Waisenheim gewohnt hat, weiß man auch gar nicht, wie es anders sein könnte. Es ist eben so.“
Sie haben keine Eltern. Sie sind „anders“. Hovanes ist der älteste von ihnen. Älter als Sirup, Tiko, Eilis und Gaya, mit denen er gemeinsam im Haus Betlehem lebt, unter der Obhut von Schwester Miki und Schwester Rosa. Sie sind eine Zwangsgemeinschaft, eine ungewollte Gemeinschaft und dann doch wieder eine Gemeinschaft. Begleitet von kindlich-jugendliche Reibereien, von adoleszenter Identitätssuche, von verschiedenen Sehnsüchten und unerfüllten Träumen, geprägt durch einen schlimmen Unfall und der damit verbundenen Schuldfrage, aber auch erfüllt von so manchem schönen
gemeinsamen Moment.
Sarah Michaela Orlovský beeindruckender und vielfach ausgezeichneter Debutroman, der das Leben von behinderten Kindern in einem Waisenheim beschreibt, wie es ist – ohne Plattitüden und ohne Sozialromantik.
Alter: 12+
Verfilmung
Dramatisierung
Tyrolia Verlag ↗