Der Graf von Monte Christo

Bühnenfassung nach dem gleichnamige Roman von Alexandre Dumas

Susanne Felicitas Wolf / Alexandre Dumas

Liebe, Intrigen, Aufstieg und Fall, die Macht der Feindschaft und die Kraft der Freundschaft
Susanne F. Wolf hat aus dem umfangreichen Dumas-Klassiker eine kompakte Theaterfassung gemacht, die dem berühmten Abenteuerroman auf allen Linien gerecht wird. Die Geschichte mit ihren vielfältigen Beziehungsgeflechten wird klar erzählt und vereint alle Komponenten, die so wohl den klassischen Abenteuerroman als auch einen spannenden Theaterabend ausmachen.
ausführliche Beschreibung
Edmond Dantés, Erster Offizier der Pharaon, soll nach seinen heldenhaften Taten zum Kapitän avancieren. Nach dem plötzlichen Tod des Kapitän Leclere auf hoher See hatte er das Kommando übernommen und das Schiff für die Reederei Morrel sicher in den Hafen von Marseilles geführt. Dantés steht in hohem Ansehen bei Morrel und unterschätzt in seiner Euphorie manche Neider. Dem Zahlmeister Danglars ist der rasante Aufstieg des jungen Seefahrers längst ein Dorn im Auge. Und Fernand, der Dantés Verlobte Mercédés liebt, kann nicht verkraften, bei der schönen Katalanin zugunsten ihres Vetters abzublitzen. Eine Intrige soll die steile Karriere und das private Glück Dantés zerstören.

Der sterbende Kapitän Leclere hatte Dantés ein Paket für Napoleon anvertraut, das Dantés über einen Abstecher auf Elba dem Verbannten übergeben hatte. Napoleon wiederum hatte ihm einen Brief anvertraut. Diese Aktion ist Danglars nicht entgangen. Er verbündet sich mit Fernand und dreht dem verhassten Konkurrenten einen Strick. Ein geschickt platziertes Schreiben, dessen Inhalt Dantés als bonapartistischen Agenten denunziert, wird Staatsanwalt Villefort zugespielt. Villefort steht vor der Verlobung mit einer der besten Partien Frankreichs und fürchtet um seinen untadeligen Ruf, der nur von einem Schatten getrübt wird: Sein Vater Noirtier Villefort war Napoleon-Anhänger. Deshalb tut der Sohn alles, um dem jetzt herrschenden König Ludwig XVIII seine Loyalität zu beweisen und die unrühmliche Rolle des Vaters als Revolutionär vergessen zu machen. Villefort erkennt Dantés Unschuld sofort. Er zögert aber nicht, den völlig Unpolitischen als
Verschwörer zu verhaften, als er erkennt, dass der kompromittierende Brief Napoleons an seinen eigenen Vater Noirtier adressiert ist. Er vernichtet den Brief, verspricht Dantés scheinheilig Hilfe, um ihn dann ohne Gerichtsverhandlung im berüchtigten Staatsgefängnis Chateau d'If vor der Küste von Marseilles verschwinden zu lassen.

Auch die kurzfristige Rückkehr Napoleons kann an der jahrelangen Kerkerhaft Dantés nichts ändern. König Ludwig XVIII bleibt an der Macht. Und zu viele Intriganten, die inzwischen aufsteigen sind daran interessiert, dass der Gefangene nicht freikommt. Der verzweifelte Dantés will Selbstmord begehen. Die Bekanntschaft mit dem Gefangenen Abbé Faria, der sich durch die Mauern gräbt und in Dantés Zelle landet, verändert sein Schicksal. Faria wird sein Freund und Gelehrter. Er rekonstruiert die damalige Verschwörung und führt Dantés bei der gemeinsamen Flucht, deren Ende er selbst nicht mehr erlebt, auf die richtige Fährte. Und er nennt ihm den Ort eines Schatzes auf der Insel Monte Christo, der in Folge Dantés' Reichtum begründet. Als Graf von Monte Christo kehrt er zurück und übt furchtbare Rache an allen, die sein Elend verschuldet haben.
6D 12H
Doppelbesetzungen möglich
Schauspiel
UA: 2013, Sommerspiele Melk