Kaspar H.

Oper in 15 Szenen

Elisabeth Vera Rathenböck / Balduin Sulzer

1828 wird ein verwirrter, junger Mann in Nürnberg aufgegriffen. Er wurde jahrelang in einem Keller festgehalten und kann kaum sprechen. Kaspar wird zur gesellschaftlichen Attraktion, an der sich die Geister scheiden.

Die Oper „Kaspar H.“ von Balduin Sulzer nach einem Libretto von Elisabeth Rathenböck stellt Kaspar zwischen eine Straßengang und einen reichen Industriellen, der ihn adoptieren will. Jeder handelt nach seinen eigenen Interessen, jeder gibt vor, das Beste zu wollen. Alle wollen Kaspar, den Außenseiter für sich und machen ihn schließlich zum Täter. Kaspar kommt aus der Sprachlosigkeit und kehrt wieder in die Sprachlosigkeit zurück.
„Der Umgang mit dem tenorlosen Chor und dem farbig sehr vielschichtig eingesetzten Instrumentalensemble belegt Sulzers absolute Meisterschaft in der Beherrschung des Materials bei gleichzeitig größter emotionaler Ausdrucksstärke. Und das macht ihn zu einem der ganz Großen der zeitgenössischen Musikszene.“
Michael Wruss, Oberösterreichische Nachrichten, 31. Jänner 2011
2D 3H
Chor
Oper
Für: Chor (1), Flöte (1), Oboe (1), Klarinette (1), Fagott (1), Horn (1), Trompete (1), Posaune (1), Tuba (1), Perkussion (1), Akkordeon (1)
Zusätzlich Gesangs-Solisten
UA: 29.01.2011, Landestheater Linz/Kammerspiele