Ausgehend von der poetischen Legende um die Namensfindung der Stadt Linz hat die Theater- und Buchautorin Elisabeth Vera Rathenböck eine abenteuerliche Zeitreise entworfen, die vor der mittelalterlichen Folie die unterschiedlichen Lebensgesetze von Stadt und Natur bzw. von Mensch und Tier spielerisch verhandelt. Komponist Helmut Schmidinger hat dazu eine Musik geschrieben, die die sechs Protagonisten pointiert charakterisiert und mit einem raffiniert besetzen Miniatur-Orchester die „Raum-Zeit-Verwandlung“ erlebbar werden lässt.
ausführliche Beschreibung
Den Kindern Marie und Florian ist langweilig. Sie stöbern auf dem Dachboden in einer alten Kiste und finden darin Pfeil und Bogen. Auf dem Pfeil ist der Name „Lynx“ eingeritzt, und er leuchtet. Was hat das zu bedeuten? Ist es vielleicht ein magischer Pfeil? Florian möchte ihn lieber in die Kiste zurücklegen, aber Marie ist entschlossen herauszufinden, was es mit „Lynx“ auf sich hat. Sie schießt den Pfeil in den Himmel. Und pfeilschnell sind auch die beiden Kinder in einer anderen Zeit und Welt …

… im Mittelalter, wo eine Stadt an einem großen Fluss von Soldaten des Herzogs Tassilo belagert wird. Die Bewohner hungern. Sie dürfen die Stadt nicht verlassen. Und erst recht nicht in den umliegenden Wäldern jagen! Der Bürgermeister der Stadt ist verzweifelt. Aber Brigid, eine couragierte junge Jägerin, die sich im Wald genauso gut auskennt wie in der Stadt, will ihrem Volk die Not lindern. Im Wald hat Brigid einen guten Freund: Lynx, den Luchs, der die Freiheit liebt wie sie …

Marie freundet sich mit Brigid an, was nicht ungefährlich ist; schließlich hat Brigid das Gebot des Herzogs übertreten. Im Gefolge Tassilos ist übrigens ein Knappe, der aussieht wie Florian. Aber auch der kann nicht verhindern, dass Brigid und Marie auf Geheiß des Herzogs der Kerker droht. Der Herzog will sie nur verschonen, wenn sie ihm zu einer anderen Jagdtrophäe verhelfen: Er will den Luchs, er will Lynx.
„Die Librettistin Elisabeth Vera Rathenböck hat eine raffinierte Geschichte gereimt und schickt Marie und Florian mit Hilfe eines Zauberpfeils in die Vergangenheit … Schmidinger hat eine subversiv leitmotivische Partitur entworfen, die bei aller Komplexität klar und einfach zu verstehen ist.“
Norbert Trawöger, Kronen Zeitung, 2. Mai 2013
„Die so zauber- wie märchenhafte Geschichte hat sich Elisabeth Vera Rathenböck (Libretto) einfallen lassen, kongenial vertont hat sie der Welser Komponist Helmut Schmidinger (*1969) …Schmidinger behandelt das Instrumentarium in bravourös-eleganter Weise und erzielt dadurch einen wirkungsvollen, kernigen Sound, der auch die Dramatik des Geschehens auf der Bühne unterstreicht.“
Christine Grubauer, Neues Volksblatt, 3. Mai 2013
„Diese vergnügliche und hochwertige Premiere war ein absoluter Volltreffer.“
Michael Wruss, Oberösterreichische Nachrichten, 3. Mai 2013
2D 4H
Instrumentierung: Violoncello, Klarinette, Schlagwerk
Oper
Alter: 5+
UA: 01.05.2013, Landestheater Linz, Regie: Tanja Weidner