Liebe in den Zeiten des Krieges. Ein Söldner und eine Leichenschänderin begegnen einander auf dem Schlachtfeld. Gibt es eine Möglichkeit in der Unmöglichkeit, einen Sieg der Liebe über den Tod?
„Liebe ist das Natürlichste und zugleich das größte Wunder dieses Lebens. Um diese These zu verstärken, habe ich nach einem Platz gesucht, der ihre absolute Negation darstellt, der das absolute Gegenteil ist. Ein Kriegsschauplatz eben.“ (Dimitré Dinev)
ausführliche Beschreibung
Er erwischt sie beim Ausrauben von Leichen und will sie erschießen. Leichenschändung ist für ihn das Schlimmste, denn er hat vor der Welt der Toten großen Respekt, weil er die Toten für die besseren Menschen hält. Seine an allen Stellen des Köpers tätowierte Haut ist verletzt. Er hat sich seine Geschichten, seine Lieben, seine Siege und Niederlagen in die Haut ritzen lassen. Das Paradies existiert nur als Tattoo am Rücken.
Während der Söldner auf dem Schlachtfeld zwischen Leichen und Verwesung die Hoffnung auf ein besseres Leben aufgegeben hat, sieht die Leichenschänderin im Tod an sich nicht Schreckliches, fürchtet aber umso mehr um die Lebenden. Aus der anfänglichen Aggression entwickelt sich Verstehen und letztendlich Zuneigung: Eine Liebesgeschichte am Kriegsschauplatz.
Ein Stück über die Liebe in den Zeiten des Krieges, über die Möglichkeit in der Unmöglichkeit, den Sieg der Liebe über den Tod. Eine Utopie. Eine Variation über das Thema der Liebe zu einem Totentanz und der Beweis, dass selbst am Ende der Hoffnung die Kraft der Liebe bestehen bleibt.
„Ich glaube, dass jede Gesellschaft, so pathetisch das auch klingen mag, auf diesen Sieg der Liebe aufbaut. Denn dieser Sieg erhält das Leben. Wenn es einen Grund gibt, dann ist es die Liebe. Und deshalb kann es überhaupt Hoffnung geben.“ (Dimitré Dinev)
„Dinev, der seinen Protagonisten eine einfache und gleichzeitig gewaltige Sprache gibt, beschäftigt sich nicht mit der moralischen Bewertung der Figuren. Er zeigt keine Superhelden, sondern die einfachen Wünsche in den Untiefen der Seele seiner Protagonisten.“
Niko Wahl, Salzburger Nachrichten, 7. Dezember 2006
„Dass in dieser Aufführung jede Zeile sitzt, ist bei dem schwierigen, sensiblen Thema eine Kunst. Keine Pointe kommt blöd oder falsch daher, keine Rührung schwappt ins Kitschige über.“
Caro Wiesauer, Kurier, 7. Dezember 2006
„ … in den besten Momenten gelingen Dinev Dialoge von Beckettscher Dimension. Immer wieder gefriert das Lachen dem Publikum zu wortloser Betroffenheit und zum Nachdenken über die eigene Existenz.“
Kronen Zeitung, 8. Dezember 2006