Lodenterror

Helmut Qualtinger

Entführer und Opfer vertauschen die Rollen
„Seine Opfer kann man sich nicht aussuchen.“
In einer Wiener Gemeindewohnung halten zwei maskierte Entführer einen alten Millionär mit seinem überzüchteten Hund „Affi“ fest. Was zunächst wie ein klassisches Verbrechen aussieht, kippt schnell ins Absurde: Der „Chef“ behandelt seine Kidnapper wie Bedienstete, gibt Befehle, bestellt Hotelzimmer und beklagt sich über das offene Fenster oder die falsche Fernsehlautstärke.

Die beiden Entführer versuchen vergeblich, Kontrolle zu erlangen – doch der Alte bleibt überlegen, beschäftigt sie mit Sonderwünschen, Finanzgeschäften und Eigenheiten. Während sie von Lösegeld, Jachten und Träumen reden, wird klar: Nicht sie haben ihn in der Hand, sondern er sie.