Nachruf auf einen zu spät Dahingeschiedenen

Helmut Qualtinger

Wenn der Tod zur Bühne für Eitelkeit wird
„Dein Grundsatz war leben und sterben lassen, denn der Tod ist durch die vielen Mittel, die wir gegen ihn haben, auch nicht mehr verläßlich."
Ein Landarzt hält in Form eines Nachrufs eine Rede auf seinen verstorbenen Freund und Kollegen, einen berühmten Arzt. Dabei vermischen sich persönliche Erinnerungen mit grotesken Übertreibungen und satirischen Seitenhieben.

Die Rede schildert Kindheitserlebnisse, Studienjahre, Begegnungen mit Staatsoberhäuptern und die medizinische Karriere des Dahingeschiedenen. Bewunderung, Ironie und Spott wechseln einander ab: der Verstorbene erscheint einmal als Weltmann von Rang, dann wieder als getriebener, jähzorniger Alltagsmensch.