Für unser Landvolk

Helmut Qualtinger

Eine Radiostimme liest angebliche Hörerbriefe von Landwirten vor, die sich darüber beklagen, dass der Staat die „natürliche Vertilgung der Ahndln“ (der Großeltern) behindere. In grotesken „praktischen Tipps“ wird geschildert, wie in verschiedenen Bundesländern mit den Vorfahren umzugehen sei: In der Steiermark mittels Jauchegrube, in Kärnten mit der Hacke, im Burgenland durch das Abbrennen von Häusern, im Salzkammergut durch die Seen, in Tirol mit Arsen („Hüttrach“) und in Niederösterreich mit Kupfervitriol.

Die Beispiele steigern sich von schwarzem Humor bis in makabre Karikaturen einer volkswirtschaftlich und bürokratisch „geregelten“ Beseitigung alter Menschen. Am Ende verabschiedet sich die Radiostimme mit dem Hinweis, beim nächsten Mal über „Blutschande und ihre Bedeutung für ein gesundes Landleben“ zu berichten.
1 Darst.
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