Die gute schlechte Zeit

Helmut Qualtinger

Das Festhalten an der "guten schlechte Zeit"
Drei ältere Herren sitzen in einer heruntergekommenen Bar, während im Hintergrund ein Pianist schiefe Melodien aus den Vierzigerjahren spielt. In ihrem Gespräch schwanken sie zwischen Nostalgie, Spott und absurden Erinnerungen: vom Niedergang des Lokals über Fischstäbchen für Touristen bis zu vermeintlichen Spionageabenteuern und Kriegserlebnissen.

Sie rühmen sich alter Kontakte, phantasieren von Atomgeheimnissen, Legion d’honneur und internationalen Intrigen, während sie gleichzeitig über Gin, Whisky und die schlechte Lüftung klagen. Aus Alltagsbanalitäten und Größenfantasien entsteht ein groteskes Bild verlorener Illusionen und verblasster Glorie.

Als schließlich ein Fremder im Burnus erscheint, steigert sich ihre Angeberei ins Absurde – bis sich herausstellt, dass er schlicht vom Straßenbahnerball kommt.