Die Rose von Gumpendorf

Helmut Qualtinger

Ein Wirtshaus, drei Stammgäste
„Die Witz' sind jetzt so, daß man sie sich nimmer merkt ..."
In einem schummrigen Wiener Vorstadtwirtshaus sitzen die Chefin und zwei ältere Stammgäste. Zwischen belanglosen Gesprächen über Schlaganfälle, Mandeln, Gurkensalat und den Tod von Bekannten schweben Melancholie und makabrer Humor. Ein seltsames, wortkarges Wesen mit Bierflasche und Eierlikör sorgt für Irritation.

Dann wirbelt Rita herein – geschminkt, mit Fliederstrauß und voller Energie. Sie erzählt unablässig von Heurigen, Affären, Festen und Reisen, von Anwälten, Autos und alten Liebschaften. Ihr Redefluss bringt Schwung, aber auch Eifersucht in die Runde.

Während die Männer zwischen Bewunderung, Spott und Müdigkeit schwanken, bleibt die Chefin nüchtern: Das Leben geht weiter, auch wenn viele Erinnerungen verschwimmen.
2D 2H
Sketche
UA: 17.05.1981, Wiener Schauspielhaus, Regie: Helmut Qualtinger