Die Liebe der vier Redakteure

Helmut Qualtinger / Carl Merz

Journalisten zwischen Eitelkeit und Intrigen
„Ich bin der Erstbesteiger des Wieselburger Sesselliftes."
Vier Redakteure verschiedener politischer Richtungen – Progresseder (links), Unglücksstern (sozialistisch), Metamorphoserl (bürgerlich) und Faschistinger (rechts) – treffen sich zufällig in einer alten Druckerei. Dort begegnen sie einer verwunschenen Prinzessin namens Demokratia, die nur durch die „wahre Liebe“ erlöst werden kann.

Jeder Redakteur versucht, sie für sich zu gewinnen, indem er seine politische Linie anpreist: sozialistische Parolen, faschistische Posen, kleinbürgerliche Nostalgie oder parteitreue Bekenntnisse. Die Werbungen geraten zur Parodie politischer Reden, voller Satire auf Parteipropaganda, Opportunismus und Selbstgerechtigkeit.

Am Ende aber weigert sich die Prinzessin, einem von ihnen zu folgen. Ernüchtert zieht sie sich zurück in einen weiteren hundertjährigen Schlaf – mit der bitteren Pointe, dass keine der politischen Richtungen „erlösend“ wirkt.