Der Zorn der Eleonore Batthyány

Erwin Riess

24. August 1719: Die Truppen des Osmanischen Reiches wurden geschlagen. Das Reich kommt aber nicht zur Ruhe, weil Kriege im Inneren und Äußeren zu bestehen sind. Die verwitwete Gräfin Eleonore von Batthyáni, langjährige Geliebte des Prinzen Eugen, gilt als heimliche Herrscherin des Habsburgerreiches. Während Eugen zur Unterredung beim Kaiser vorgelassen wird, schiebt man die ebenfalls nach Aufklärung begehrende „schöne Lori“ in eine kaiserliche Rumpelkammer ab. Dort soll sie den Ausgang der Audienz erwarten. Die Stunde des Wartens gerät ihr zu einer schonungslosen Abrechnung mit dem Prinzen und dem Kaiser. Nicht mehr der historische Anlass, sondern die zeitlose Abrechnung einer modernen Frau mit der Gesellschaft, die sie unterdrückt, steht im Mittelpunkt dieses leidenschaftlichen Monologs.
1D
Monolog
UA: 25.11.2003, dietheater Konzerthaus, Wien