Die Mörderinnen

Egon A. Prantl

Ein Stück um Benutzung und Rache, um Liebe und Tod, um Hass und Überlebenwollen sowie Gleichgültigkeit.
Ein alter Philosoph lädt zum Dinner – doch statt Freunden erscheinen die Frauen seines letzten Werkes: George Sand, Lady Macbeth, Charlotte von Mexiko und andere. In einem alptraumhaften Reigen fordern sie Rechenschaft für sein Leben voller Benutzung und Selbstrechtfertigung. Ein Stück über Macht und Missbrauch, über die Verantwortung des Denkens und die Rache der Gedanken.
ausführliche Beschreibung
Der alte Philosoph und Schriftsteller Polycunt lebt mit seiner Haushälterin Célestine zurückgezogen in einem noblen Landhaus. Er hat soeben sein letztes Werk vollendet – eine Hommage, wie er sagt, an all die Frauen, die sein Leben geprägt haben. Zur Feier lädt er seinen Verleger und einige Freunde ein.

Doch was erscheint, sind nicht die erwarteten Gäste, sondern die sieben Frauen aus seinem Buch: Aurore Dupin alias George Sand, die Outlaw-Königin Belle Starr, Lady Macbeth, Charlotte von Mexiko, die Widerstandskämpferin Cywia Lubetkin, Elizabeth Short – die „Black Dahlia“ – und Alice. Jede von ihnen ein Archetyp, jede ein Kapitel seines Lebens, jede ein Opfer seiner Benutzung.

Der Abend verwandelt sich in einen alptraumhaften Reigen der Abrechnung. Während Polycunt sich hinter der Rechtfertigung „alles nur für das Werk“ zu verstecken sucht, fordern die Frauen ihn zur Verantwortung – jede auf ihre eigene, unerbittliche Weise.

Nur Célestine, die Haushälterin, bleibt scheinbar treu – oder verschließt sie nur die Augen vor dem Unheil?

Am Ende steht ein siebenfacher Tod, der sich im Kopf des Philosophen vollzieht – und die Erkenntnis, dass zwischen Denken und Realität oft nur ein Hauch liegt.