Was ist bloß los mit Albert?

Oliver Decker

Albert zieht vom beschaulichen Land ins turbulente London – sehr zur Sorge seiner überfürsorglichen Mutter, die ihre Vermieterin heimlich beauftragt, den „unschuldigen“ Sohn im Auge zu behalten. Doch bald wimmelt es in Alberts Apartment von Damen, die den Jüngling in Liebesdingen auf Trab bringen, während er verzweifelt versucht, die Übersicht zu behalten. Zwischen Verwechslungen, Verführungen und familiären Turbulenzen wächst Albert schneller heran, als seiner Mutter lieb ist. Am Ende muss sie erkennen, dass ihr Sohn erwachsen geworden ist – und selbst ihr noch etwas über die Liebe beibringen kann.
ausführliche Beschreibung
Ja, was ist denn los mit ihm? Diese Frage stellt sich schon bald nach Alberts Umzug vom idyllischen Brimpton ins hektische Treiben von London. Geraldine, Alberts umtriebige Mutter, organisiert- untermalt von einem ungebremsten Redestrom- mit aller Vehemenz den Umzug in ein Londoner Appartement.

Bevor Geraldine wieder schweren Herzens aufs Land zurückkehrt und ihren Jüngling den Gefahren des wilden Stadtlebens überlässt, erteilt sie der spröden Vermieterin Edna den heimlichen Auftrag, ein schützendes Auge auf ihren „jungmännlichen“ Sprössling zu werfen. Vor allem in Hinblick auf zu erwartende Attacken vonseiten des weiblichen Geschlechts. Doch der Schein trügt. Albert ist nicht das Unschuldslamm, für das er auf den ersten Blick gehalten wird.

Schon kurz nach Geraldines tränenreichen Abschied, tummeln sich die Frauen in und unter seinem Bett und Albert gerät mächtig in Stress, die Damen voreinander zu verstecken. Alle fühlen sich berufen, sich um den hilflosen Jüngling zu kümmern. Auch Edna ist gar nicht so zugeknöpft wie sie anfangs scheint und interpretiert ihre Fürsorge in anderer Weise als von Geraldine bei der Wohnungsübergabe erwünscht. Und Ednas Tochter, die von ihrer Mutter wiederum das Verbot hat, sich den Untermietern erotisch zu nähern, ist auch kein Kind von Traurigkeit. Zwar gerät die erste Nacht mit der lebenslustigen Alice, die ihn in Liebesdingen einiges an Erfahrung voraus hat, für Albert zum Desaster. Trotzdem ist es der Auftakt zum Erwachsenwerden gemacht und schon bald stellt der gereifte Albert seiner entsetzten Mutter ein schüchternes Mädchen namens Jenny vor.

Geraldine, die sich in einer launischen Anwandlung scheiden lassen und zu Albert nach London ziehen will, muss erkennen, dass ihr Sohn nicht mehr an ihrer Kittelfalte, sondern an der hübschen Jenny hängt. Liebevoll aber bestimmt ermuntert er seine Mutter, ihren Traum von einer kleinen Gästepension im Grünen zu verwirklichen. Voller Tatendrang kehrt Geraldine aufs Land zurück. Die Ehekrise ist dank Alberts Hilfe überwunden, sodass sich der verwunderte Ehemann und Vater Greg wiederum fragt: was ist denn bloß los mit Albert?