„Ach Herr! Was habt Ihr uns für einen Schrecken eingejagt! Ihr dürft nie wieder sterben, hört Ihr!“
In einem Zimmer auf einem Landsitz in der Mancha. Ein Bett, ein Spiegel, ein Stuhl, ein Waschtisch. Und Bücher! Überall Bücher! In dem Bett liegt der größte Held, der kühnste Ritter, der jemals gekämpft, der jemals geliebt hat: Don Quijote de la Mancha.
Er liegt, tödlich getroffen, verwundet, sterbend. Umgeben vom Pfarrer, vom Barbier, seiner Haushälterin, die die verfluchten Bücher, die ihren Herrn um den Verstand gebracht haben, gerne in die Flammen Gottes werfen würde, und von Sancho Pansa, dem treuen, liebenden Diener. Er wird sterben – heute noch. Sterben an der Welt. Da bringt die Magd jenes Gasthofes, in dem unser Don die Weinschläuche zerschnitten hat, in der Annahme, sie seien ein Riese, die Rechnung. In dem Moment erwacht Don Quijote und erkennt in dieser Magd seine geliebte Dulcinea. Er kann nicht mehr sterben. Darf es nicht. Er muss von seinen Abenteuern berichten, die er im Namen seiner Geliebten bestanden hat. Und alle müssen mitspielen, denn nur so bleibt er am Leben.
Und so entstehen Windmühlen und Riesen, Galeerensträflinge und Liebespaare, Mauren und Zauberer – so wird sie wieder lebendig die Welt des Don Quijote, die vielleicht niemals aus mehr bestanden hat, als aus einem Bett, einem Spiegel, einem Stuhl, einem Waschtisch und aus Büchern. Überall.