Was passiert, wenn im Gehirn einiges durcheinandergerät?
„Wir sind unsere Erinnerungen. Und Omas Erinnerungen hole ich zurück.“
Lenes Oma Greta ist im Krankenhaus, auf der Intensivstation. Nach einem Schlaganfall liegt sie im Koma. Die Ärztin kann nicht sagen, was dabei in Gretas Gehirn durcheinander geraten ist und an was sie sich erinnern wird, wenn sie wieder aufwacht. Lene steht neben Gretas Bett, neben all den piepsenden Maschinen und Schläuchen, und wünscht sich nur eins, ganz nah bei ihrer Oma zu sein. Ihr Wunsch ist so stark, dass sie auf einmal in einer fremden Welt landet – im Gehirn von Greta.
Hier, im Abstellraum der Erinnerungen, herrscht ziemliches Chaos. Fotos, Zettel, Stimmen und lose Kabel fliegen überall herum. Lene trifft hier auf einen seltsamen Jungen, der nicht – wie die vielen anderen Dinge – in der Vergessenheitsablage landen möchte. Dieser Junge kennt ihre Oma erstaunlich gut und erinnert Lene irgendwie an ihren Vater, eine jüngere Version ihres Vaters. Moment mal – ist das vielleicht ihr Vater, wie ihn die Oma als kleinen Jungen erinnert? Als er noch davon träumte, ein Rockstar zu werden? Gemeinsam versuchen die beiden Gretas Gehirn zu reparieren. Aber wie funktioniert das mit dem „Richtig-Erinnern“ überhaupt?
Lotta Seifert hat mit „Wundertütenhirnmagie“ ein spannendes, komisches und berührendes Stück über das Erinnern geschrieben und darüber was passiert, wenn etwas im Gehirn durcheinandergerät. Lene, ihr Vater Jörg und ihre Oma erzählen die Geschichte zu dritt und blicken aus der Perspektive von drei Generationen darauf, wie sich Lebensentwürfe und Erinnerungen mit der Zeit verändern können – und wie wir lernen, mit diesen Veränderungen umzugehen.