Hinter Augen

Catherine Aigner

Hinter Augen erzählt von Angst; von der Angst zu vergessen und vergessen zu werden
"Ich glaube, ich bestehe nur noch aus Knochen und Nerven, bloßgelegten unschützten Nerven."
Drei Generationen leben gemeinsam unter einem Dach. Eines Tages kommt Albin früher vom Werk nach Hause. Er ist entlassen. Konrad, sein Stiefsohn, will sich wehren und auf die Straße gehen. Erstmals kommen sie einander näher.
ausführliche Beschreibung
Drei Generationen leben gemeinsam unter einem Dach: Lextus, der Großvater, seine Tochter Velena mit ihrem Lebensabschnittspartner Albin und der pubertierende Konrad. Velena ist zwischen den drei in ihrem Haushalt lebenden Männern zerrissen. Ihr Vater Lextus, ein Kriegsveteran, lässt seine Zinnsoldaten Tag und Nacht Kämpfe austragen. Albins Liebe definiert Velena mit Mangel oder Abwesenheit. Ihr Sohn Konrad, der schon mal auf die schiefe Bahn geraten war, dessen „Herz aber nicht mit den Schüben des Körpers nachkommt“. Konrad isoliert sich von der Familie und verbringt seine freie Zeit viel lieber mit seinem Freund Ben. Als Dauergast im Hause der Familie ist auch die Nachbarin Manja immer präsent …

Albin kommt eines Tages früher vom Werk nach Hause als gewöhnlich er wurde entlassen. Ben, dessen arbeitsloser Vater Selbstmord begangen hat, motiviert Konrad, auf die Straße zu gehen um zu demonstrieren. „Aktion bedeutet Charakter!“ Auch Albin will sich zur Wehr setzen und geht aus Protest gegen die Werksschließung auf die Straße. Das erste Mal zeichnet sich Verständnis zwischen Stiefvater und Stiefsohn ab. Velena hingegen fühlt sich nach wie vor unverstanden.

"Hinter Augen"erzählt von Angst. Von der Angst zu vergessen und vergessen zu werden, und einer Liebe als Pauszeichnung von Träumen und Wirklichkeit. Eine Familiengeschichte. Zunächst ahnt der Einzelne nichts von seiner Abhängigkeit. Er weiß, dass er den Arm ausstrecken kann, wenn er das will. Alles ist ihm Gegenstand des Willens. Doch dann beginnt er zu zweifeln, vertieft sich darin und verfällt. Wie kann es sein, dass sein Geist stoppt, nicht weiterfliegt, wo alles möglich wäre?" (Catherine Aigner)
2D 3H
Schauspiel
UA: 04.10.2012, Theater (Off)ensive Salzburg