„Vielleicht sollte ich mir sicherheitshalber einen schweren Gegenstand suchen.“
Clara und Emilian, ein älteres Paar, leben abgeschlossen von der Außenwelt in einer kleinen Wohnung. Noch nie hat ein Fremder einen Fuß über die Schwelle Ihres Mikrokosmos gesetzt, nicht mal in Notsituationen.
Clara will ihre Hände nicht benutzen, trägt immer weiße Handschuhe. Emilians Hände sind für sie da. Er füttert sie, lässt sie aus der Schnabeltasse trinken, blättert die Zeitung für sie um, beobachtet mit dem Feldstecher die Nachbarn, wäscht Claras Haare, kleidet sie an und deckt sie zu.
Seine Hände faltet Emilian manchmal zum Gebet, was Clara missfällt, da sie nicht mag, dass er mit jemandem anderen über sie spricht, … nicht einmal zu Gott.
Plötzlich läutet es. Ein Mann bloßfüßig im Pyjama, der vorgibt nicht schlafen zu können, steht vor der Tür. Lüttich aus Lüttich tritt in das Leben von Clara und Emilian. Clara beginnt ihr Unbehagen und ihre Sehnsüchte zu artikulieren. Wird sie jemals die Handschuhe ablegen, ihre Hände wieder benutzen?