Irgendwo – nirgendwo oder König Bär

Friedl Hofbauer

Friedl Hofbauer (1924–2014) ist neben ihrer Lyrik für Kinder auch für ihre Neuerzählungen österreichischer Sagen und Märchen aus aller Welt bekannt („99 Minutenmärchen“, gemeinsam mit Käthe Recheis). In dem Märchenspiel „Irgendwo – nirgendwo oder König Bär“ greift sie auf norwegische Volksmärchen zurück („Östlich von der Sonne und westlich vom Mond“ und „Der weiße Bär, König Valemon“).

Ein Waldhüter hat drei Töchter. Seit hundert Jahren taucht ein Bär in seinem Wald auf. Schon bald entpuppt er sich als freundlicher Zeitgenosse. Obendrein kann er sprechen. Er wünscht sich die jüngste Tochter des Waldhüters zur Frau. Er nimmt sie mit in seine Höhle, ein verwunschenes Bärenschloss. Er verkündet ihr, er sei ein verzauberter Prinz. Nachts verwandele er sich in einen Menschen, aber sie dürfe sein wahres Gesicht nicht sehen, bis der Bann der bösen Nasenhexe gebrochen ist. Gelangweilt vom Leben in der Höhle, wo sie nur mit lebendigen Gegenständen sprechen und spielen kann und angestachelt von ihren Schwestern, wagt sie sich eines nachts in sein Zimmer ...

Hofbauer behält den Plot des norwegischen Märchens bei, würzt die Handlung aber mit einer guten Portion absurdem Witz, spielerischen Reimen und absonderlichen Figuren – verwirrten und verwirrenden Wegweisern, Bahnhofsvorstehern ohne Zuganbindung und vegesslichen Steinen.
3D 3H
Die zentralen Figuren können bei Mehrfachbesetzungen mit 6 Spieler*innen dargestellt werden. Zahlreiche Nebenfiguren. Auch geeignet für Amateurtheateraufführungen mit großer Besetzung.
Kinder
Alter: 5+