Blut auf Eis

Stephan Lack

Eine Komödie über Identitäten und untersucht das Verhältnis von Wunsch% denken und Realität
„Die Sache ist ein Knüller, Rübe ab auf Eis, während Ehemann fremdgeht.“
Ein sanierungsbedürftiger Altbau mit seinen Mietern. Sie scheinen außer der Adresse nichts gemeinsam zu haben. Doch die Wege kreuzen sich. Ein Spiel mit wandelnden Identitäten verdichtet sich. Einzelne Geschichten verknüpfen sich zu einem fatalen Ende, dessen Auftakt ein blutiger Unfall in der Eislaufhalle ist.
ausführliche Beschreibung
Willigstrasse 38. Hier wohnen Menschen, die einerseits zusammenleben und sich voneinander entfernen, andererseits einander näher kommen, ohne zu wissen, dass sie gar nicht so weit voneinander entfernt sind.

Die Kellnerin Tanja versucht sich nach Jobverlust und Trennung vom erfolglosen Schriftsteller Schröder als erotische Stimme für die Sexhotline. An das Callcenter vermittelt wird Tanja von der zwei Stockwerke höher wohnenden
Hannah, der so manche Männerstimme des Hauses bekannt scheint. Schröder zieht nach dem Rausschmiss aus Tanjas Wohnung eine Etage weiter zum Junggesellen Oscar, der sich als fanatischer Darkwood-Spieler im Netz auf die virtuelle Existenz als „Waldläufer Koistinnen“ beschränkt. Feratu, der Pensionist aus dem Erdgeschoss, sitzt nachts vor der Glotze und switcht gerne von der Sexhotline, wo er mitunter Hannah als „Tanja“ an der Strippe hat, zum Eiskunstlauf . Dort bewundert er die Pirouetten drehende Philomena auf dem Bildschirm, die währenddessen nach hartem Training neben dem schlaflosen Seriendarsteller Theo im dritten Stock ihre Ruhe sucht. Theo ist nicht nur als Schauspieler mit seiner Rolle als „Captain Galaxy“ frustriert. Er sucht die Liebe, die ihm Philomena versagt, im Callcenter. Dort trifft er wiederum auf Tanja, die als „Hannah“ mit unbeholfenem Stöhnen ihren ersten „Kunden“ bedient…

Die Begegnungen der Mieter, die sich aus ihren Existenzen befreien, entwickeln sich zu einem fatalen Finale. Feratu lockt Hannah in seine Wohnung und entpuppt sich als perverser Frauenkiller. Oscar und Schröder verlieren sich in der Darkwood-Welt, ziehen Landesgrenzen durch Wohnzimmer und erschießen versehentlich den Sozialhelfer Sven. Und schließlich wird den Bewohnern der Willigstraße Philomenas tödlicher Unfall in der Eislaufhalle via Bildschirm ins
Wohnzimmer geliefert. Ein Filmdrehbuch von Theos Regisseur Roger greift mehr und mehr in die Handlung ein. Die fiktive vermischt sich mit der realen Welt, in der Köpfe rollen und Blut auf Eis fließt.
3D 6H
Schauspiel
UA: 2010, Theater (Off)ensive Salzburg / neuebuehnevillach