Susanne Felicitas Wolf hat Philipp Hafners Charakterkomödie neu bearbeitet und lustvoll aufpoliert. Da sprüht es vor Witz und Komik. Die Handlung kreist um Liebe, Geld, Heirat und Intrigen. Rund um den ängstlichen Protagonisten Herrn von Hasenkopf, der das ganze Haus terrorisiert, sind echte Komödianten gefragt: eigenwilliges Töchterl, freche Kammerzofe, die dazugehörigen Verehrer, ein französischer Friseur, der gar nicht so französisch ist, ein ehrgeiziger Schwiegersohn in spe, ein unbestechlicher Hausdrachen, der zu tief ins Glas guckt und schwerhörig ist - und über
allem schwebt der Geist der verblichenen Trud!
ausführliche Beschreibung
Der reiche Immobilienhändler Herr von Hasenkopf wird von permanenter Angst geplagt. Ständig verfolgen ihn Geister, an jeder Ecke lauern Dämonen, im Haus wimmelt es von Gespenstern. Besonders das nächtliche Geheul der verwünschten Trud lässt den Gebeutelten im Schlaf erzittern. Tochter Henriette und ihre Dienerin Lisette müssen bis zum Morgen am Bette des furchtsamen Witwers wachen, statt sich heimlich mit ihren Verehrern Valentin und Hanswurst zu treffen. Und das ist auch tagsüber schier unmöglich. Denn Hasenkopfs gehorsamer Hausmeister Navratil wacht streng über die vom Herrn auferlegte Moral.

Hasenkopf will sein Töchterl nämlich mit dem stinkreichen Privatier Heinz von Heinzenfeld
verheiraten. Der ist aber gar nicht nach Henriettes Geschmack. Und ihrem Liebsten Valentin
passt der protegierte Nebenbuhler natürlich noch weniger. Warum jedoch auch Valentins Vater, der Weingutsbesitzer Herr von Allerhand die Marriage seines Filius mit der Tochter seines Freundes Hasenkopf so vehement verhindern will, ist rätselhaft. Kennt er vielleicht als einziger dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit?

Allerhand schickt den verliebten Buben ins ferne Oldenburg, um Weine zu verkaufen und ihn
von Henriette fernzuhalten. Valentin sieht sein Glück schwinden. Und da an das Schicksal der
Herrschaften ja meist auch das ihrer Domestiken geknüpft ist, versucht er, gemeinsam mit Lisettes Herzensschatz - seinem Diener Hanswurst - die Hasenkopfschen Heiratspläne und die Allerhandschen Nicht-Heiratspläne zu durchkreuzen. Ein heimlicher Brief an Henriette noch vor der Abreise nach Oldenburg soll die erhoffte Wende bringen.

Der französische Friseur Monsieur Jaques wird als Postillon d‘Amour engagiert. Doch der pomadige Figaro ist so falsch wie sein Name, denn er hat bereits die Order Hasenkopfs, die amouröse Post abzufangen. Beim zweiten Versuch tauscht Herr von Allerhand geschickt ValentinsHerzensergüsse samt Entführungsplan gegen einen Schmähbrief aus seiner Hand aus. Die Folgen sind fatal. Finden die verliebten Paare noch zueinander? Und was weiß Herr von Allerhand, was die anderen nicht wissen?
2D 7H
Komödie, Schauspiel
UA: 12.8.2016, Kellergassencompagnie