Stella entscheidet sich (endlich)

Eine Fortschreibung von Stephan Lack nach Johann Wolfgang von Goethe

Stephan Lack

Stephan Lacks Fortschreibung von Goethes Dreiecksgeschichte ist ein kühnes Experiment der Gefühle, die im Alltag auf eine harte Probe gestellt werden.
Eine Menage á trois unter einem Dach? Moderne Patchwork-Beziehungen von Ehemann, Ehefrau und Geliebter in einer gemeinsamen Wohnung? Stephan Lack spitzt in seiner modernen Version des Goeteschen Klassikers die Situation durch eine heikle Verschärfung bis zu Stellas Entscheidung zu. Doch wie wird diese Entscheidung ausfallen?
ausführliche Beschreibung
Bei Goethe zerbricht die Welt der Titelheldin Stella an einem Tag. Ihr Geliebter Ferdinand kehrt zwar nach Jahren des Wartens zurück, doch nicht allein. Mit ihm stehen auch seine Frau Cäcilie, die sich als Gesellschafterin auf Stellas Gut bewirbt, und deren gemeinsame Tochter Lucie im Haus.

Goethes tragische Dreiecksgeschichte hat zwei Enden: das eine lässt ein Zusammenleben zu dritt zu und ist somit der Anfang einer neuen Geschichte. Es wurde moralisch verworfen, löste Empörung aus und bekam Aufführungsverbot. Das andere, dreißig Jahre später verfasst, endet mit dem Selbstmord Ferdinands und dem Tod Stellas. Stephan Lack geht von Goethes offenem Ende einer menage á trois mit der gleichen Grund- und Figurenkonstellation aus. Doch ist diese damals undenkbare Utopie der bei- den Frauen mit einem Mann unter einem Dach im Alltag möglich? Kann man Konventionen, die auch in der Zeit moderner Patchwork-Modelle gelten, wirklich aufbrechen?

Ehemann und Geliebter, Ehefrau und Geliebte artikulieren ihre Befindlichkeiten und Wünsche, können sich aber trotzdem nicht von Besitzansprüchen und Eifersucht lösen. Ferdinand lernt Stella bei einem ihrer Konzerte kennen und leidenschaftlich lieben. In einem Klaviertrio spielt sie die Geige. Die einzige. In ihrem Leben jenseits der Musik
nicht. Ferdinand verschwindet als Journalist ins Ausland und kehrt nach zwei Jahren zurück. Zu beiden Frauen. Stella ist mit der Ehefrau und Tochter konfrontiert und macht den Vorschlag zu einem kühnen Beziehungsexperiment. Ein Trio mit Kind in ihrer eigenen Wohnung. Alles im Leben ist teilbar. Einfach alles. Meint Stella. Geht das gut?
2D 2H
+ 1 Mädchen
Schauspiel
UA: 09.03.2013 am Landestheater Niederösterreich, St. Pölten