Dietrich und Leander

Beatrice Ferolli

Marlene Dietrich und Zarah Leander – zwei Legenden, die einander offiziell nie begegnet sind. Beatrice Ferolli stellt sich vor, was geschähe, wenn die Diven zufällig im restroom eines Wiesbadener Nobelhotels aufeinandertreffen. Zwischen bissigen Wortgefechten, Erinnerungen und Rivalität entspinnt sich ein funkelndes Duell, das von den berühmtesten Liedern der beiden Weltstars getragen wird.
ausführliche Beschreibung
Sara Findeisen kommt zu einer Audition in ein Theater. Sie bewirbt sich allerdings nicht für eine Rolle, sondern bietet dem Direktor ein Theaterstück an. Ein Stück, das ihre Mutter geschrieben hat, unter der Bedingung, erst nach deren Tod damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Der unter Zeitdruck stehende Prinzipal lässt sich anfangs sehr widerwillig die Ge schichte erzählen...

Der Vorhang hebt sich und wir befinden uns in einer vornehmen Damentoilette eines Wiesbadener Nobelhotels im Jahre 1960... Zarah Leander stürzt aufgelöst in den Waschraum und schluckt, auf „Herrn Leander“ fluchend, eine Phiole Tablet ten. Kurz darauf erscheint Marlene Dietrich und erkennt ihre große Rivalin. Ein verbaler Schlagabtausch über Vergangenheit und Gegenwart, bei dem die beiden Damen einander nichts schuldig bleiben, gibt den anderen. Wortgefechte über Liebhaber, Ehemänner und Rückgrat in politisch denkwürdigen Zeiten enden jäh, als die beiden Eingeschlossenen merken, dass sie nicht alleine im Waschraum sind.

Die hochschwangere Journalistin Findeisen, mehr oder weniger unfreiwillige Zeugin der intimen Bekenntnisse ihrer Idole, ruft hinter verschlossener Toilettentür um Hilfe. Die streitbaren Diven legen „die Waffen nieder“, kehren ihre menschlichen Seiten ans Tageslicht und schließen beinahe Freundschaft.
3D 1H
2 Stimmen
1 Dek.
mit Musik, Schauspiel
UA: 27.10.2007, Lore & Lay Theater, Kiel