Der Menschenfeind

(Le Misanthrope ou l'Atrabilaire amoureux)

Molière

Alceste hasst die Heuchelei der Gesellschaft und sagt immer die Wahrheit – koste es, was es wolle. Mit seiner kompromisslosen Ehrlichkeit macht er sich überall Feinde und stößt selbst Freunde vor den Kopf. Ausgerechnet dieser Menschenfeind ist unsterblich in die kokette Célimène verliebt, die alles verkörpert, was er verachtet: Oberflächlichkeit, Schmeichelei und gesellschaftliche Spielchen.

Während sein vernünftiger Freund Philinte vergeblich zur Mäßigung mahnt, verstrickt sich Alceste immer tiefer in Konflikte. Als Célimène ihn öffentlich bloßstellt, muss er erkennen, dass seine Liebe aussichtslos ist.

Molières vielschichtigste Komödie zeigt einen Idealisten, der an der Welt und an sich selbst scheitert. Hans Weigels meisterhafte Übersetzung macht die tragische Komik dieses modernen Don Quichote erfahrbar.
"Endlich wird Molière sprechbar, sprechbar für einen Menschen von heute – und das heißt zugleich für unsere heutige Bühne."
Jürgen von Stackelberg
'Das Beste an der Neuinszenierung des „Menschenfeindes“ von Moliere ist die deutsche Übersetzung von Hans Weigel: locker gefügte, leicht verstehbare gereimte Alexandriner ohne Archaismen, aber dafür von unvergleichlicher Prägnanz.'
Die Furche, 6.1.1973
3D 8H
Komödie, Schauspiel
Übersetzung aus dem Französischen:
Hans Weigel