Johanna geht

Ernst Waldbrunn / Hugo Wiener

Eine charmant-melancholische Komödie über Illusionen, Theaterträume und das, was das Leben am Ende wirklich bereithält.
„Mit den Ärzten hören S' mir auf. Die sagen immer, das Trinken ist ungesund, dabei gibt es viel mehr alte Säufer als alte Ärzte!“
Professor Michael Sommer ein weltfremder Zoologe, begegnet der jungen Christine, die große Pläne für eine Bühnenkarriere hat. Durch einen Druckfehler bei der Adresse in einer Annonce, hält sie für einen Schauspiellehrer. Sommer fasziniert von Christine bringt es nicht über sich das Missverständnis aufzuklären. Sommer nimmt nun selbst Schauspielunterricht um wiederum Christine zu unterrichten.

Zwischen Sprachübungen und vorsichtigen Annäherungen entspinnt sich eine eigentümliche Lehrer-Schülerin-Beziehung, die immer mehr von gegenseitiger Zuneigung geprägt ist. Doch während Christine von der Josefstadt träumt und für ihre Rollen probt, schwankt Sommer zwischen väterlichem Stolz und aufkeimender Liebe.

Als Christine beim entscheidenden Vorsprechen scheitert, entscheidet sie sich für ein Leben abseits der Bühne – und für ihren Verlobten Ferdinand. Sommer, tief getroffen, versucht Haltung zu bewahren und stößt schließlich doch noch auf die bittere Ironie: Er selbst erhält ein Engagement an der Josefstadt, während seine Schülerin ihren Traum aufgibt.

Ernst Waldbrunn spielte bei der Uraufführung 1967 selbst den Prof. Sommer, die Schauspielschülerin Christine war Brigitte Neumeister.
3D 5H
Komödie
UA: 29.06.1967, Kammerspiele des Theater in der Josefstadt, Wien