Ich will nicht oder Aurora & Neophobias

Gerlinde Obermeir

Ein Dialog eines ungeborenen Kindes mit seiner Mutter
„Komm' doch erst einmal auf die Welt, und ich werde dir beweisen, dass du glücklich sein kannst.“
Eine Frau steht knapp vor ihrer Entbindung. In ihren Fieberträumen erscheint der noch ungeborene Sohn und verhandelt mit ihr, ob es überhaupt einen Sinn hat, ihn auf die Welt zu bringen. Als Gattin eines Fabrikanten glaubt sie, alles zu besitzen, um ihrem Kind ein schönes und behütetes Leben bieten zu können. Der Sohn hingegen sieht die Kehrseite und schlägt der Mutter vor, ihr einen Tag und eine Nacht aus seinem späteren Leben vorzuführen, ehe sie eine Entscheidung trifft.
„Es ist das erste Stück der begabten Journalistin und es schlug ein ... Kein Zweifel – Gerlinde Obermeir ist ein Talent.“
Viktor Reimann, Neue Kronenzeitung, 10. November 1977
3D 6H
Schauspiel
UA: 8. November 1977, Linzer Kellertheater, Regie: Reinhard Steidle