Kunst Blunzn

Mathias Lefèvre

Eine humorvolle Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, die scharfe Kritik am politischen und wirtschaftlichen System übt.
Er war Fleischhauer in dritter Generation, dann musste das Familienunternehmen schließen. Die Konkurrenz der Großkonzerne war zu hoch. Nach verschiedenen Supermarktjobs und einer Umschulung zum „Käsesommelier“, arbeitet er jetzt, mit 57, als Aufseher im Hermann Nitsch-Museum. „Mit Kunst kenne ich mich nicht aus, habe ich gesagt, aber der Herr Krawetz hat gemeint, ich bin der perfekte Museumswärter, weil der Herr Nitsch hat auch mit Blut gearbeitet, wie ich.“ Dort hat er Zeit um sich seine Gedanken zu machen. Nicht nur über Nitsch und die Kunst, auch über den Sozialstaat, die Kluft zwischen arm und reich, die Verlierer der Gesellschaft, den Kapitalismus und den Klimawandel.