Ein Opernspaß in deutscher und englischer Sprache
Im Jahr 1872 dirigiert Johann Strauß bei einem Open Air Konzert in Boston Tausende von Musikern und Sängern. Mehr als hunderttausend Menschen, so berichtet Johann Strauß, sind von den schwungvollen Wiener Walzern begeistert. So auch der Schweinehirt Billy-Bob aus Mississippi. Er beschließt sein Leben von Grund auf zu ändern, beginnt eine Gesangsausbildung und möchte Opernsänger werden. Bereits nach einem Jahr meint er, gut genug zu sein, um nach Europa zu reisen und seinem Idol vorzusingen. Billy-Bob erhofft sich eine Hauptrolle in seiner Lieblingsoperette. Allerdings spricht er kein Wort Deutsch und die Englischkenntnisse des Maestro sind bescheiden. In seinem Wiener Theater hat der Walzerkönig keine Lust, sich von seinem amerikanischen Fan bei der Probe zur Uraufführung seiner neuesten Operette stören zu lassen. Denn neben einer überdrehten ungarischen Gräfin, die Johann Strauß immer lästiger wird, wetteifern noch eine hysterische Fledermaus, das Borstenvieh aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ und ein skurriler Frosch um die Gunst des Walzerkönigs. Eine lebhafte Kommunikation entwickelt sich zwischen den Akteuren, bei der diverse Sprachbarrieren überwunden werden müssen. Beim großen Finale verlagert sich die Collage ins zeitgenössische Musikgeschehen – auf der Bühne wird gerapt und die Kinder singen mit: „Wiener Blut, Wiener Blut, so saftig, so spritzig, so gut …“
4D 6H
Musikbesetzung: Sopran, Bariton (2x); Instrumente: Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier
Operette
Alter: 10+
Von und für junges Publikum
UA: 24. Mai 2004, Wiener Musikverein