Krieg und Frieden

Susanne Felicitas Wolf / Leo Tolstoi

Ein Monumentalwerk der Weltliteratur in moderner Bühnenfassung.
"Wenn sich die lasterhaften Menschen zusammenschließen und dadurch eine Macht werden, so müssen die ehrenhaften Menschen das gleiche tun."
Susanne F. Wolfs Dramatisierung folgt Tolstois Roman und fokussiert ihn auf die Haupthandlungsstränge und deren zugrundeliegende politische und philosophische Ideen. Die komplexe Geschichte kann mit begrenztem Ensemble und geringem szenischen Aufwand realisiert werden. Die filmische
Erzählweise macht die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" spürbar. Während die russische Gesellschaft feiert, gehen Soldaten in unmittelbarer Nähe für fragwürdige Werte und Führer in den Tod.

In kaleidoskopartigen Szenen, deren knappe Dialoge aus Originalzitaten und neu geschriebenen Sequenzen bestehen, läuft die Geschichte konsequent ab. Gewalt und Zerstörung dringen mehr und mehr in den Privatbereich und fordern ihren Tribut. Kurze epische Erzähltexte und Monologpassagen ziehen einen dramaturgischen Bogen über das Kriegs-Geschehen. Tolstois Figuren ringen, leiden und lieben. Ein sinnliches Zusammenspiel von Philosophie, Emotion und historischer Wahrheit.
6D 10H
Doppelbesetzung möglich
Wechseldek
Schauspiel
UA: 03.07.2009, Sommerspiele Melk