Das Schwert im Stein

Ein Klassenzimmerstück

Raoul Biltgen

Klassenzimmerstück über Gewalt in der Familie, die Ohnmacht der Kinder und einen möglichen Ausweg
Wie kommt ein Junge in der heutigen Zeit auf die Idee, sich in altmodischer Ritterrüstung zu Fuß auf den Weg nach England zu machen? Um ein Ritter zu werden? Unter König Artus? Ein Stück über Gewalt in der Familie und über die Flucht davor.
ausführliche Beschreibung
Wie kommt ein Junge in der heutigen Zeit auf die Idee, sich in einer schweren altmodischen Ritterrüstung zu Fuß auf den Weg nach England zu machen? Um ein Ritter zu werden? Unter König Artus?

Da stimmt doch was nicht. Aber es gibt vor allem einen Grund, warum sich dieser junge Mann in Gedanken an den Hof Camelot, an den großen runden Tisch des sagenumwobenen Königs Artus begibt: er hält es zu Hause nicht mehr aus. Sein gewalttätiger Vater schlägt nicht nur ihn, er verschont auch die Mutter nicht. Bei jeder Verletzung muss eine neue Lüge vor dem Arzt herhalten. Doch irgendwann werden die Geschichten mit den angeblichen Treppenstürzen unglaubwürdig. Der Junge muss etwas tun. Er muss einen Weg finden, sich gegen seinen Vater zu stellen. Er darf nicht mehr für den prügelnden Vater lügen, um die verprügelte Mutter scheinbar zu schützen.

War Artus selber nicht auch nur ein kleiner, unwichtiger Knappe, der seinem Stiefbruder dienen musste, bis er das Schwert aus dem Stein zog und zum größten König aller Zeiten wurde? Doch Artus hatte Merlin, der ihm geholfen hatte, der ihm das nötige Selbstvertrauen gab. Aber kann er heute dieses Selbstvertrauen wirklich in der Ruine einer Legende entdecken? Oder sollte er nicht besser in sich selber suchen? Wird er die Telefonnummer auf der Karte, die ihm der Arzt gegeben hat, wählen?
„Ein eindrucksvolles Stück über Gewalt in der Familie und den Mut, sich dagegen zu wehren … Ständig bewegt sich der Schauspieler zwischen der Gegenwart und der Ritterwelt am Artushof, ist bald 'ein Nichts', ein Prügelknabe, bald ein kühner, siegreicher Artus mit blitzendem Auge. Dessen Weg zur Selbstfindung, zu Selbstbewusstsein weist ihm den Weg, sich aus der eigenen Abhängigkeit und Unterdrückung zu befreien.“
Helmut Voith, schwäbische.de, 26.03.2010
1H
Jugend, Klassenzimmerstück, Monolog
Alter: 12+
UA: 2008, theaterlicht.de