Erlkönigs Töchter

Geisterstück für Kinder

Till O'Thar

Am Abend vor Halloween verirren sich zwei Jungen im Moor, durch das auch einst der Vater mit seinem Kinde ritt. Mit Hilfe der Lichtelfe Niobe gelangen die beiden in die Geisterwelt. Dort herrscht König Erl mit seinen beiden Töchtern, den Dunkelfeen Ahire und Mara. Es ist ein hoher Gerichtstag. Jeder in der Geisterwelt, der eine böse Tat begangen hat, darf heute zur Rechenschaft gezogen werden. Die beiden Jungen geben sich als Nachkommen der Familie des verschwundenen Knaben aus Goethes Ballade aus und verstricken sich in ein Geflecht aus Lügen.
ausführliche Beschreibung
Am Abend vor Halloween verirren sich Thomas und Nico auf dem Heimweg in ihr Dorf im Moor. Seit Generationen erzählen die Leute die Geschichte vom Vater, der mit seinem Kind durch Nacht und Wind ritt …
Plötzlich taucht Liobe, eine Lichtelfe aus der Welt der Geister, im Nebel auf. Sie fordert die verängstigten Jungen auf, einen Blick in ihre Welt, in die Anderswelt, in der heute hoher Gerichtstag ist, zu riskieren. Jeder Bewohner aus der Geisterwelt, der eine böse Tat begangen hat,- und sei er von höchstem Rang-, darf zur Rechenschaft gezogen werden. Als Ankläger dürfen Menschen, denen ein Unglück durch Geisterhand widerfahren ist, von der irdischen- in die Anderswelt hinübergleiten. Die Rückfahrkarte ist die Wahrheit, sie allein garantiert die sichere Heimkehr auf die Erde.
Die Buben wollen vor der hübschen Liobe nicht als Feiglinge dastehen. Von Neugierde gepackt, geben sie sich als Nachkommen des unglücklichen Knaben aus Goethes Ballade aus und wagen unter der Obhut ihrer strahlenden Gefährtin den Sprung in die Geisterwelt. Dort herrscht König Erl auf seinem Baumwurzelthron über seine Untertanen. Als mächtigste Erscheinung im finstren Reich fürchtet er nur eines: das Licht! Seine Töchter, die bösen Dunkelelfen Ahire und Mara, beschützen ihn mit ihrem schwarzen Schleier, gesponnen aus Finsternis. Beim „Erlkönig-Rap“ erinnern sie sich mit Freuden an den Knaben, den sie seinerzeit zu Tode erschreckt haben und streiten über die Anzahl der Verse, mit der sie in Goethes Ballade bedacht sind. Der ungeschickte Nebelstreif flattert um Feenweide, eine gutmütige Baumfee von untergeordnetem Rang.
Als Thomas und Nico im Palast als Ankläger vor den mächtigen König treten, geraten sie in Panik und verstricken sich in Widersprüche. Mit listigen Fragen werden sie von Erl in die Enge getrieben und der Lüge überführt, denn das berühmte „tote Kind“ aus Goethes Ballade könne ja schwerlich Nachkommen haben.
Die Dunkelelfen werfen zur Strafe ihren Schleier über Liobe und ihre unglaubwürdigen Schützlinge. Nur ein Lichtstrahl, oder wenigstens ein kleiner Funke kann sie aus der aussichtslosen Lage retten. Da kommt Thomas die rettende Idee: er hatte doch zu Beginn der abenteuerlichen Reise in die Geisterwelt ein Feuerzeug in der Hosentasche …
8 Darst.
Mehrfachbesetzungen möglich
Kinder