Singe, wem Gesang gegeben

frei nach "Chat en Poche" von Georges Feydeau

Felix Dvorak / Georges Feydeau

Ein neureicher Fabrikant, ein bankrotter Arzt, ein angeblicher Tenor aus St. Pölten und ein adeliger Schwiegersohn in Nöten: Verwechslungen, Intrigen und amouröse Irrungen treiben das Chaos auf die Spitze – bis sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst.
ausführliche Beschreibung
Eduard Weidner, neureicher egozentrischer Trikotagenfabrikant von mäßiger Bildung, ist mit Frau Martha, Tochter Julia und der von ihm unterdrückten Schwester Brigitte, der er ihr Recht auf die Hälfte des elterlichen Erbes verschweigt, nach Graz übersiedelt - und zwar in das Haus des bankrotten Dr. Landauer und seiner nymphomanisch veranlagten Frau Amanda. Er wünscht, daß am dortigen Opernhaus "Der Troubadour", Name einer patentierten Unterhose seiner Produktion und somit Werbeträger, aufgeführt wird. Doch es fehlt ein geeigneter Tenor. Als er von einem Nachwuchstalent aus St. Pölten, namens Apleger, liest, telegraphiert er seinem Geschäftsfreund Kratochil mit der Bitte, ihm Apleger zu schicken. Dieser schickt ihm seinen Ableger, nämlich seinen Sohn Richard, der in Graz studieren möchte.

Im Hause Weidners angekommen, wird er für den Tenor gehalten, herzlichst empfangen und unter Vertrag genommen. Er denkt, er wäre im Irrenhaus, fügt sich aber, da er Gefallen an den Frauen findet und ein monatliches Salär erhält. Richard, der vermeintliche Tenor, verehrt Martha, denkt jedoch, sie hieße Amanda und adressiert so seine Liebesbriefe an die Falsche. Landauer und Weidner denken beide, dem jeweils anderen würden Hörner aufgesetzt, was sie sehr amüsiert.

Graf von Thal, der adelige Wunschschwiegersohn Weidners, befindet sich in dessen Händen, da das Farnilienschloß mit Hypotheken belastet ist, die Weidner besitzt. Doch der Graf fühlt sich zu älteren Damen wie Brigitte hingezogen, die ihn, laut Julia, durch eine Heirat aus der Misere retten könnte.

Die Verstrickungen nehmen ihren Lauf, bis sich zu guter Letzt alles in Wohlgefallen auflöst. Schließlich kommt Weidner doch noch zu seinem Troubadour mit dem wahren Tenor, denn Singe, wem Gesang gegeben ...