Der lange Weg nach Nebenan

(A hosszú út közelre)

Peter Zilahy

Zweite Hälfte der achtziger Jahre, im Zug durch die DDR. Im Abteil ein junger Mann, für die zweite Klasse auffallend gut gekleidet. Auf dem Gang eine junge Frau: schwarze Stiefel, schwarzer Lederrock, schwarze Armbänder mit silbernen Nieten. Sie schaut in die Abteile, als würde sie jemanden suchen. Der lange Weg nach nebenan ist eine Reise, die das Bild des Reisens verändert. Zilahys schwarzer Humor erweckt die Diktaturen der achtziger Jahre in Osteuropa zum Leben, die brutale Engstirnigkeit des Systems, in dem der Zweck immer die Mittel heiligt und das Opfer unvermeidbar ist, obwohl niemand versteht, warum. Im Osteuropa-Express sind Verfolger und Verfolgte gleichermaßen die Opfer von Missverständnissen. Nichts ist, was es scheint. Der Schein trügt nicht.
2D 6H
8-10 Personen
Schauspiel
Übersetzung aus dem Ungarischen:
Agnes Relle