sprintorgasmik

Wilhelm Pevny

Das Stück wurde im Dezember 1969 im experimentellen Off-Theater La Mama in New York uraufgeführt. 1971 folgte die österreichische Erstaufführung am Wiener Volkstheater. Als Teil des Zyklus' „Konfrontationen“ wurde es in einer Doppelaufführung mit Peter Turrinis „Rozznjogd“ (UA) gezeigt.

In den USA lief das Stück mit großem Erfolg bei Presse und Publikum, der Theaterreformer Jerzy Grotowski bezeichnete es als eines der interessantesten Stücke, das er in New York gesehen habe.

Die Premiere in Wien entwickelte sich jedoch zu einem regelrechten Theaterskandal. Direktor Gustav Manker über den Premierenabend: „Wir haben gesehen, wie die Emotionen zu kochen begannen, Aggression lag in der Luft, es herrschte Kriegsstimmung.“ Es kam zu Tumulten, Zuschauer:innen schrien durcheinander („Bravo!“, „Aufhören!“, „Halt die Goschn!“), stiegen über die Sessel und wurden handgreiflich.
„… konventionelle Ästhetik transportiert automatisch konventionelle Inhalte … Wenn Pevny damit recht hat …, dann sind seine Stücke die gültigste Antwort auf die Mehrzahl aller Probleme mit dem Theater … was man nicht weiß, muss man ausprobieren. Eine Antwort finden, heißt Pevny spielen.“
Peter Turrini über Wilhelm Pevny
8 Darst.
Sim Dek
Schauspiel
UA: 1969, La Mama Theatre, New York
ÖEA: 27.01.1971, Volkstheater Wien