Eine Götterposse
„Ich bin die glücklichste aller Frauen, denn ich liebe meinen eigenen Mann!“
In einem Vorort von Theben sehnt sich Alkmene nach ihrem im Manöver verweilenden Gatten Amphitryon. Jupiter, vom Liebesverlangen getrieben, schlüpft in Amphitryons Gestalt und stürzt mit Hilfe seiner göttlichen Mitstreiter die Sterbliche in ein himmlisch-irdisches Verwirrspiel. Zwei Amphitryone sorgen für Eifersucht, Turbulenzen und komische Verwicklungen.
ausführliche Beschreibung
Göttervater Johann Jupiter, Chef aller Überirdischen, hat vom Olymp herab ein Auge auf die reizende Alkmene Schnaderbichel geworfen. Die süße Erdenbewohnerin aus Theben verzehrt sich vor Sehnsucht nach ihrem abwesenden Haupt- und Ehemann Amphytrion. Der militärbesessene Gatte widmet sich lieber wilden Schlachten als zum längst fälligen Manöver im ehelichen Schlafgemach einzurücken.

In Anbetracht der standhaften Treue seiner Auserkorenen sieht der hormongeplagte Obergott die Chancen auf ein außereheliches Horizontalerlebnis schwinden. Da sind wieder einmal die Fähigkeiten seines persönlichen PR-Managers Merkur gefragt. Der wendige Kommunikationsagent empfiehlt seinem Boss eine rasche Korrektur des antiquierten Wordings und Optimierung von Lifestyle und Outfit mittels gezieltem Coaching. Doch die Sache hat noch einen Haken. Jupiter, der für seine göttlichen Seitensprünge auch schon so manches Mal in Gestalt agiert hat, muss diesmal für sein geplantes Abenteuer gänzlich in die menschliche Haut seines Konkurrenten schlüpfen. Nach anfänglichen Niederlagen gelingt es ihm mit Hilfe von Amor und der trällernden Kammersängergöttin Erato, Alkmene, die in ihrem überirdischen Lover ihren irdischen Gatten wähnt, in Amphytrions Ehebett zu vernaschen.

Als der echte Amphytrion heimkehrt, wird es eng im Hause Schnaderbichl. Alkmene, die in der vergangenen Liebesnacht mit dem Ehemannduplikat durchaus auf ihre Kosten gekommen ist, stürzt sich nicht gerade leidenschaftlich in die Arme des sehnsüchtigen Gatten. Sehr zur Verwunderung Amphytrions, der zu seinem Unglück von Jupiters eifersüchtiger Frau Juno für den verwandelten Göttergatten gehalten wird. Bevor der betrogenen Gemahlin endgültig der himmlische Geduldsfaden reißt, wirft sie sich zur Rache in die Arme des Merkur-Doppelgängers Sosias, Diener des mit sich selbst betrogenen Amphytrion.

Nach einem junonischen Donnerwetter im Olymp und mühevoller Rückverwandlung des Erhabenen in seine eigene, wenig schmeichelhafte Götter-Statur, finden die liebesgebeutelten Paare im Himmel und auf Erden endlich wieder zum ehelichen Alltag zurück.
3D 3H
Komödie
UA: 2004, Laxenburger Kultursommer