Graf André, lebenslustiger Junggeselle in der Midlife-Crisis, plant Paris zu verlassen – bis eine alte Jugendliebe mit ihrer Tochter Gabrielle unerwartet in sein Leben tritt. Aus Pflichtgefühl wird schnell ein Spiel aus Sehnsucht, Täuschung und neu entfachten Gefühlen. Zwischen arrangierten Verlobungen, verbotenen Leidenschaften und generationenübergreifenden Verwicklungen geraten alle Beteiligten ins emotionale Chaos. Am Ende entscheidet nicht die Vernunft, sondern das Läuten der inneren Glocke der Liebe.
ausführliche Beschreibung
Der 50-jährige Charmeur Graf André genießt sein Junggesellendasein im Pariser Stadtpalais, wo er von seinem exzentrischen Diener Philippe umsorgt wird, der als Major Domus nicht nur souverän über die Hausangestellten regiert, sondern auch Graf Andrés Lotterleben fest im Griff hat. Schon von Kindesbeinen an ist Philippe mehr Respektsperson als Butler für Grad André, der nunmehr in der Midlife-Crisis stehend, all die Mätressen und Speichellecker um ihn satt hat und just an seinem Geburtstag beschließt, Paris für immer zu verlassen. Er will sich fortan der kontemplativen Lebensbetrachtung auf seinem Landgut in Avancon widmen, wo er einst als junger Mann die einzig wahre, wenn auch unerfüllte Liebe zu Baronin Helena kennenlernen durfte.
Gerade diese Jugendliebe taucht nach zwanzig Jahren unerwartet aus der Vergangenheit auf, erscheint plötzlich in Andrés Pariser Domizil und wirft alle Zukunftspläne mit einem Mal über den Haufen. Baronin Helena, mittlerweile verwitwet und über alle Maße gut versorgt, bittet André, Vormund ihrer Tochter Gabrielle zu werden, sie in die Pariser Gesellschaft einzuführen und eine exzellente Partie für sein Neo-Mündel zu arrangieren.
Für die Stadtflucht des Grafen liegt nun kein Grund mehr vor, endlich ist er mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut. Auch die Verliebtheit einer längst verloren geglaubten Zeit ist wieder entfacht. Gabrielle ist das Abbild ihrer Mutter – als hätte jemand die Uhr um zwanzig Jahre zurückgestellt. Wem die Stunde der Liebe schlägt, der hört ein Glockenläuten zwischen dem fünften und sechsten Rippenbogen.
Ein passabler Bräutigam für Gabrielle ist schnell gefunden. Lucien, der Neffe und Universalerbe des Grafen André wird dazu verpflichtet, Gabrielle zu heiraten. Doch die denkt nicht daran, will lieber emanzipiert sein, das Leben genießen und studieren, außerdem gefallen ihr eher ältere Männer.
So spielen Lucien und Gabrielle die turtelnden Brautleute, um ihre Umgebung zu täuschen, denn Lucien ist bereits hoffnungslos verliebt – in die aparte Mutter von Gabrielle, Baronin Helena. Am Tag der Verlobung lassen die Jungen endlich die Bombe platzen und verkünden lautstark ihre Gefühle. Gabrielle gesteht ihrem Vormund Graf André, dass vom ersten Moment an ihre innere Glocke nur für ihn geläutet hat, und Lucien ist schon halb taub vom inneren Geläute, das durch Helenas Gegenwart ausgelöst wird.
Während André sofort beschließt, die junge Gabrielle als wiedergeborenen Jugendtraum zu ehelichen, zieht die selbstbewusste Helena eine andere Lösung vor. Sie will Lucien lediglich in Raten genießen. Immer dann, wenn sie der Mode wegen in Paris weilt, was sehr oft der Fall ist, wird sie dem jugendlichen Liebhaber gestatten, sich nach ihr zu verzehren. Denn das ist, wie sie meint, eleganter als zu heiraten.